KI im Konzept- und Entwicklungsprozess

Grobkonzepte und Demonstratoren mit KI erstellen

In 10 Teilzeit-Tagen von der Idee zur Plattform

Erfahrungsbericht am Beispiel Lagebild · Stand Oktober 2026

Gliederung

Teil Inhalt Minuten
1 Ausgangslage und Vorgehen im Überblick 4
2 Konzeptphase: Anforderungen, Grobkonzept, Recherche 9
3 Übergang zum Code: Projektaufbau und Hosting 7
4 Ein Auftrag von der Idee bis zum Merge 10
5 Prüfung: was abgesichert ist und was nicht 4
6 Ergebnis in Zahlen 3
7 Regeln, Grenzen und offene Fragen 3

Hinweis zur Entstehung: Dieser Foliensatz wurde mit KI erzeugt (Claude Sonnet 5.5, Modell-ID claude-sonnet-5-5, Anthropic; Werkzeug Claude Code). Inhalte und Zahlen stammen aus dem Repository.

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Einordnung: Erfahrungsbericht, keine Studie

  • ein Bericht über ein Vorgehen an einem Projekt
  • Belege aus dem Repository: Konzept, Entscheidungen, Änderungsprotokoll, Tests und Verlauf
  • Regeln, die sich aus dem Vorgehen ableiten lassen
  • keine Vergleichsmessung gegenüber einer Erstellung ohne KI
  • keine Aufwands- oder Kostenrechnung; genannte Zeiträume sind Beobachtungen
  • keine Bewertung einzelner Modelle oder Produkte
  • kein Nachweis der Eignung für Produktivsysteme

Quelle: README des Repositories

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01

Ausgangslage

Aufgabe und Vorgehen im Überblick

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Aufgabe: Grundlage für Vergaben

Grobkonzept und Proof of ConceptKonzepte erproben, Anforderungen klären
Feinkonzept und PilotAusgestalten und im kleinen Kreis betreiben
Betrieb und WeiterentwicklungDauerbetrieb, Pflege
  • der Demonstrator gehört zur ersten Stufe: Er soll einzelne Konzepte im zentralen IT-Management in einer Pilotphase erproben
  • Frage des Vortrags: Wie weit tragen KI-Werkzeuge die Konzeptarbeit und die Umsetzung in dieser Stufe?
  • Rahmen: Open-Source-Komponenten, Betrieb auf einem gemieteten Server, Entwicklung auf openCode

Quelle: README (Einordnung des Repositories)

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Vorgehen im Überblick

1 Anforderungenin natürlichsprachigen Prompts formuliert
2 Grobkonzeptstrukturierte Markdown-Datei, gelenkt durch ein LLM (Mistral/Vibe)
3 RechercheAufträge zu Best Practices und üblichen Praktiken
4 Übergangzu Claude für code-nahe Arbeit
5 ProjektaufbauopenCode-Projekt, Hosting vorbereitet
  • danach läuft die Weiterentwicklung in einzelnen Aufträgen: Umsetzung, Prüfung, Dokumentation, Freigabe
  • jede Stufe liefert Dateien im Repository; was nicht in einer Datei steht, ist nicht Teil des Ergebnisses

Quelle: Vorgehen im Projekt; Ergebnis im Repository

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02

Konzeptphase

Anforderungen, Grobkonzept, Recherche

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Anforderungen in natürlicher Sprache

  • Anforderungen werden als Text beschrieben, wie man sie einer Kollegin oder einem Kollegen erklären würde
  • Rückfragen und Optionen kommen vom Modell, die Entscheidung bleibt beim Auftraggeber; Festlegungen stehen danach im Konzept oder in einer Entscheidung (ADR, siehe Folie 13)
Art Beispiel aus dem Projekt (gekürzt) Ergebnis
Frage mit Vorschlag „Wie kann eine bessere Verknüpfung der Berichte mit weiteren Objekten in openCTI erreicht werden? … Erstelle einen Vorschlag“ Vorschlag in Stufen (ADR 026)
Entscheidung „Zuordnung von Hersteller/Produkt zu Sektor kann zunächst über eine Datei in config erfolgen.“ Datei config/sektoren.json
Umsetzung „Beginne mit Stufe 2: Messung an den echten Feeds“ Messung vor dem Bau (ADR 020, 026)
Zurückstellung „Dieses Feature stellen wir zunächst zurück, bis mehr KI-Ressourcen zur Verfügung stehen.“ Versand der Berichte zurückgestellt

Quelle: Aufträge aus dem Projekt; Ergebnisse siehe ADR und Änderungsprotokoll

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Grobkonzept als strukturierte Markdown-Datei

  • Datei docs/konzept.md: 19 nummerierte Abschnitte, 971 Zeilen
  • Ziele, Architektur, Komponenten, Zielgruppen und Zugriff, Abläufe, Betriebsumgebung
  • Datenschutz und Sicherheit, Best Practices, Organisation, Datensicherung, Erweiterbarkeit
  • Phasen, Testkonzept, Implementierung als Code
  • offene Punkte, Referenzen, Glossar, Anhang
  • ein Sammeldokument wird daraus erzeugt (scripts/gesamtkonzept_bilden.sh)
Markdown ist Text: versionierbar, im Merge Request prüfbar, für Menschen und Sprachmodelle gleichermaßen lesbar.

Quelle: docs/konzept.md

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Gelenkte Konzeptarbeit

1 GliederungAbschnitte als Rahmen vorgeben
2 Entwurfdas Modell formuliert einen Abschnitt
3 AbstimmungRückfragen, Optionen, Korrekturen
4 FestlegungText im Konzept, Grundsatz als ADR
  • Unklares wird als offener Punkt geführt (Konzept Abschnitt 16), nicht still angenommen
  • Abweichungen der Umsetzung vom Konzept werden dort ebenfalls benannt

Quelle: docs/konzept.md, Abschnitt 16 · ADR 013

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Recherche als ausdrücklicher Auftrag

  • das Modell wird beauftragt, Best Practices, übliche Praktiken und Erfahrungen zu recherchieren
  • Niederschlag im Konzept: Abschnitt „Best Practices für Lageinformationssysteme auf Open-Source-Basis“ und ein Verzeichnis referenzierter Dokumente und Whitepaper
  • Empfehlung: genannte Quellen vor einer Übernahme prüfen; Aussagen, die ein Modell nicht belegen kann, bleiben Annahmen

Quelle: docs/konzept.md, Abschnitt 8 und 17

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Konzept und Repository: eine Lehre

  • ursprünglich enthielt das Konzept Kopien von Konfigurations- und Codeausschnitten
  • sie veralteten mit jeder Änderung; formal galt oft der veraltete Stand
  • Entscheidung (ADR 013): Das Konzept beschreibt Ziele, Prozesse und Entscheidungen; für die Technik ist das Repository die Referenz
Ein Dokument, das Code kopiert, widerspricht dem Code nach der nächsten Änderung.

Quelle: ADR 013

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Entscheidungen als ADR

ADR (Architecture Decision Record): ein kurzes Dokument je Entscheidung mit Kontext, Entscheidung und Konsequenzen. Das Format geht auf Michael Nygard (2011) zurück.
Teil Inhalt Beispiel ADR 013
Kontext Ausgangslage und Problem Das Konzept enthielt Kopien von Code, die veralteten
Entscheidung was festgelegt wird Das Konzept beschreibt, das Repository ist die Referenz
Konsequenzen Vorteile (+) und Nachteile (−) + weniger Doppelpflege · − Konzept allein technisch weniger detailliert
  • Kopfzeile mit Status und Datum; Verweise auf Konzept und andere ADR
  • 30 Entscheidungen im Repository, z. B. GitOps als Betriebsmodell (001), Middleware statt Direktkopplung (004), LLM nur als optionale Erweiterung (006)

Quelle: docs/entscheidungen/ · ADR 013

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03

Übergang zum Code

Projektaufbau und Hosting

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Vom Konzept zum Repository

EingabeGrobkonzept (Markdown) und ein Auftrag
WerkzeugClaude als code-nahes LLM mit Zugriff auf Dateien, Shell und Tests
AuftragopenCode-Projekt nach Best Practices aufbauen, Hosting vorbereiten
ErgebnisRepository mit Code, Konfiguration, Skripten und Dokumentation
  • das Konzept ist die Eingabe; es bleibt im Repository und wird mit dem Code fortgeschrieben
  • Konzeptphase: Mistral/Vibe · code-nahe Arbeit: Claude (Commit-Angaben: Claude Opus 5.5, Claude Sonnet 5.5)

Quelle: Vorgehen im Projekt · Commit-Angaben (Co-Authored-By) im Verlauf

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Projektaufbau auf openCode

Datei Zweck
README.md Einordnung als Demonstrator, Hinweis zur Erstellung mit KI, Verweise
CONTRIBUTING.md Beiträge nur über Merge Requests, Branch-Konvention, keine Geheimnisse
SECURITY.md, SUPPORT.md Meldung von Schwachstellen, Unterstützung
CODE_OF_CONDUCT.md, LICENSE, NOTICE.md Umgangsregeln, Lizenz (MIT), Hinweise zu Drittkomponenten und Marken
.gitlab-ci.yml Prüfungen bei jedem Push: Syntax, Tests
CHANGELOG.md Änderungen mit Begründung, neueste zuerst

Quelle: Dateien im Wurzelverzeichnis des Repositories

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Hosting vorbereiten: Betrieb als Code

  • Betriebsmodell GitOps (ADR 001): Der Server holt den Soll-Zustand aus dem Repository
  • Docker Compose mit festen Image-Versionen, Skripte für Bereitstellung, Sicherung und Wiederherstellung
  • Anleitung für die Erstinbetriebnahme und Notfall liegen als Dokumente im Repository
  • manuelle Änderungen an Oberflächen sind untersagt; Ausnahmen werden dokumentiert

Quelle: ADR 001, docs/betrieb/ · docker-compose.yml, scripts/

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Aufbau des Repositories

Verzeichnis Inhalt
docs/ Konzept, Entscheidungen (ADR), Betriebsanleitungen, Vorträge
middleware/ 28 Python-Module (8.496 Zeilen) und Tests (7.038 Zeilen)
config/ Quellen, Sektoren, Anbieter: Konfiguration als Dateien
opencti/, zammad/, keycloak/, mailcow/, traefik/ Konfiguration der eingesetzten Systeme
scripts/ Bereitstellung, Sicherung, Wiederherstellung, Hilfsprogramme
llm/prompts/ 10 Vorlagen für den optionalen KI-Einsatz im Betrieb

Quelle: Repository, gemessen beim Bau dieser Folien

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04

Ein Auftrag bis zum Merge

Beispiel Plattformbericht

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Arbeitsablauf je Auftrag

1 AuftragFrage oder Aufgabe in Alltagssprache
2 AnalyseVorschlag mit Optionen; wo nötig Messung an echten Daten
3 UmsetzungCode, Konfiguration, Tests
4 DokumentationADR, Konzept, Änderungsprotokoll, README
5 FreigabeZusammenfassung, Merge Request, Merge
  • jeder Auftrag endet in einem eigenen Branch und einem Merge Request
  • nach dem Merge wird auf dem Server geprüft; Befunde führen zu einem weiteren Auftrag

Quelle: Arbeitsweise im Projekt · CONTRIBUTING.md

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Beispiel: der Auftrag

„Wie kann ein automatisiert abrufbarer Bericht im Mitgliederbereich erzeugt werden, der die Quellen der Plattform, deren Aufbereitung und Anreicherung erläutert?“

  • das Modell antwortet mit einem Vorschlag und Varianten (Ausgabe als OpenCTI-Bericht, als Seite, als JSON)
  • Entscheidung des Auftraggebers: „TLP:GREEN, OpenCTI-Bericht plus Seite mit JSON. Es soll eine Liste bleiben.“

Quelle: Auftrag im Projekt · ADR 025

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Beispiel: Umsetzung

  • Modul middleware/plattformbericht.py liest Konfiguration (Feeds, Anbieter, Schwellen) und je Quelle einen Zähler aus OpenCTI
  • Text ist fest formuliert und setzt die Werte der Einstellungen ein; kein KI-Text
  • drei Ausgaben aus denselben Fakten: OpenCTI-Bericht (TLP:GREEN), Seite im Mitgliederbereich, JSON
  • Zugriff nur für Mitglieder und Lagezentrale; im Zweifel gesperrt
  • Bericht ist vom Versand ausgenommen (ADR 008)
  • automatische Tests in middleware/test_plattformbericht.py; Entscheidung als ADR 025

Quelle: ADR 025, docs/betrieb/plattformbericht.md

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Beispiel: Prüfung an der Instanz

Befund auf dem Server Ursache Änderung
Schreiben ins Volume: „Permission denied“ Verzeichnis gehörte root, Dienst läuft als eigener Benutzer Verzeichnis im Image angelegt, Rechte gesetzt
Mitglied erhält 403 Rolle fehlte im Token; Proxy auf altem Provider Rolle der Lagezentrale ergänzt; Proxy-Konfiguration
Konfiguration nach Update veraltet Einzeldatei als Mount wird nach git pull nicht aktualisiert Verzeichnis statt Datei einbinden
  • Zugriffspunkte nach der Korrektur durch den Auftraggeber bestätigt

Quelle: Prüfung an der Instanz, Änderungsprotokoll · ADR 025

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Beispiel: Ergebnis im Repository

Ergebnis Ablage
Code und Tests middleware/plattformbericht.py, middleware/test_plattformbericht.py
Entscheidung docs/entscheidungen/025-…
Betriebsanleitung docs/betrieb/plattformbericht.md
Konfiguration Infoseite und Proxy (infopage/, traefik/)
Begründung und Verlauf CHANGELOG.md, Commits, Merge Request
  • Merge durch den Auftraggeber im Merge Request; bei Konflikten mit main zuvor Rebase

Quelle: Repository

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Freigabe durch Menschen

  • Änderungen erreichen main nur über einen Merge Request
  • Pipeline prüft Syntax und Tests, bevor zusammengeführt wird
  • 84 Zusammenführungen von Merge Requests in 7 Kalendertagen (2026-09-28 bis 2026-10-04)
  • Betrieb und Freigabe liegen bei Personen, nicht beim Modell

Quelle: CONTRIBUTING.md · Verlauf (fakten-git.json)

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Prüfung

Was abgesichert ist und was nicht

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Was geprüft wird

  • Automatische Tests: 371 Testfälle, laufen bei jeder Änderung; Prüfung der Syntax in der Pipeline
  • Messung vor dem Bau: Verknüpfungen werden zuerst an echten Daten gemessen. Beispiel: Ohne Regeln waren 6 von 17 Treffern falsch; nach den Regeln 10 Treffer mit 1 Fehlalarm (ADR 020)
  • Prüfung an der Instanz: Zugriffe, Rechte und Abläufe auf dem laufenden System
  • Nachvollziehbarkeit: Entscheidungen, Änderungsprotokoll, Verlauf

Quelle: ADR 020, 026 · middleware/test_*.py · .gitlab-ci.yml

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Was nicht geprüft ist

  • Sicherheitstechnische Validierung und Abnahme sind nicht in allen Punkten abgeschlossen (Konzept Abschnitt 14 und 16)
  • Aufträge im Wortlaut sind nicht im Repository abgelegt; belegt sind nur ihre Ergebnisse
  • ein Vergleich mit einer Erstellung ohne KI fehlt; Aufwand und Qualität sind nicht verglichen
  • Ergebnisse hängen vom Modell und seiner Version ab; ein erneuter Lauf liefert nicht dasselbe

Quelle: README, docs/konzept.md · Beobachtung im Projekt

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06

Ergebnis in Zahlen

Umfang des Ergebnisses

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Umfang im Repository

30
dokumentierte Entscheidungen (ADR)
371
automatische Testfälle
8.496
Zeilen Code der Middleware
971
Zeilen im Grobkonzept

Quelle: Repository, beim Bau der Folien gemessen · Zeilen sind kein Maß für Qualität oder Aufwand

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Verlauf

Konzeptioneller Vorlaufüber Mistral/Vibe, rund 3 Tage bis zur Erstellung des initialen Repositories
Wechselauf Claude für die code-nahe Arbeit
Weiterentwicklung203 Commits in 7 Kalendertagen (2026-09-28 bis 2026-10-04)
  • Commits mit Modellangabe: 80 von 203 (Claude Opus 5.5, Claude Sonnet 5.5)
  • der erste Commit ist ein Import: Der Vorlauf ist im Verlauf nur als Ergebnis sichtbar; die Dauer von rund 3 Tagen ist eine Angabe des Auftraggebers
  • ein Vergleich mit einer Erstellung ohne KI fehlt; die Zeiträume beschreiben den Ablauf, nicht den Aufwand

Quelle: Angabe des Auftraggebers (Vorlauf) · Git-Verlauf (docs/vortrag/fakten-git.json, mit bauen.py --git-fakten erzeugt)

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Regeln und Grenzen

Was sich aus dem Projekt ableiten lässt

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Regeln aus dem Projekt (1/2)

Regel Begründung im Projekt
Alles liegt im Repository Was in Gesprächen bleibt, ist nicht übergeben (Teil 1)
Das Konzept beschreibt, das Repository ist die Referenz Kopien veralteten (ADR 013)
Entscheidungen als ADR mit Nachteilen Begründung bleibt für Vergaben und Nachfolger erhalten
Offene Punkte benennen statt still annehmen Konzept Abschnitt 16
Vor dem Bau an echten Daten messen 6 von 17 Treffern falsch ohne Regeln (ADR 020)

Quelle: ADR 013, 020 · docs/konzept.md

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Regeln aus dem Projekt (2/2)

Regel Begründung im Projekt
Tests zu jeder Änderung, ergänzt durch Prüfung an der Instanz Rechte, Rollen und Mounts zeigten sich erst auf dem Server
Änderungen nur über Merge Requests; Freigabe durch Menschen Verantwortung liegt bei Personen (CONTRIBUTING)
Erstellung mit KI kenntlich machen README, Folien und Commit-Angaben nennen das Modell
Keine Geheimnisse im Repository Das Repository ist öffentlich
Zahlen aus dem Repository ableiten, nicht von Hand schreiben Folien und Konzept bleiben aktuell

Quelle: CONTRIBUTING.md, README.md · docs/vortrag/bauen.py

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Grenzen und offene Fragen

  • Eignung für Produktivsysteme ist nicht gezeigt; Sicherheitsvalidierung steht aus
  • Nachweisbarkeit der Aufträge: Sollen Aufträge im Wortlaut aufbewahrt werden?
  • Modellwechsel und Modellversion: Wie wird der Stand reproduzierbar festgehalten?
  • Aufwand und Qualität im Vergleich zu einer Erstellung ohne KI sind nicht gemessen
  • Wer prüft Quellen und Aussagen aus Recherche-Aufträgen, und in welcher Tiefe?

Quelle: Einschätzung aus dem Projekt

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Fragen und Diskussion

Konzept und Quelltext: Repository auf openCode

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Anhang: Begriffe

Begriff Bedeutung
LLM Sprachmodell (Large Language Model), das Texte und Code erzeugt
Prompt Auftrag oder Frage an das Modell in natürlicher Sprache
ADR Architecture Decision Record: kurzes Dokument je Entscheidung mit Kontext, Entscheidung und Konsequenzen; Format nach Michael Nygard (2011)
Merge Request Antrag, Änderungen eines Branches in den Hauptzweig zu übernehmen; Ort der Prüfung und Freigabe
GitOps Betrieb, bei dem der Soll-Zustand im Repository steht und der Server ihn herstellt
Best Practice übliche, bewährte Vorgehensweise; im Projekt Gegenstand von Recherche-Aufträgen
Demonstrator Pilotumgebung zur Erprobung von Konzepten, kein Produktivsystem
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Anhang: Verweise

Thema Verweis im Repository
Grobkonzept docs/konzept.md
Entscheidungen docs/entscheidungen/ (ADR 001, 006, 007, 013, 020, 025, 026)
Beispiel Plattformbericht ADR 025, docs/betrieb/plattformbericht.md
Vorgehen bei Beiträgen CONTRIBUTING.md
Folien und Bau docs/vortrag/

Die Folien liegen im Repository (docs/vortrag) und werden mit der Entwicklung fortgeschrieben.

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Begrüßung. Der Vortrag dauert rund 40 Minuten, danach Zeit für Fragen. Die zehn Tage im Untertitel setzen sich aus rund drei Tagen konzeptionellem Vorlauf bis zum initialen Repository und sieben Kalendertagen Weiterentwicklung im Git-Verlauf zusammen (Folie 31). Es sind Teilzeit-Tage: neben anderen Aufgaben, nicht zehn volle Arbeitstage. Gemeint ist ein Demonstrator, kein Produktivsystem. Er berichtet über ein Vorgehen: wie ein Grobkonzept und ein Demonstrator mit Hilfe von KI-Werkzeugen entstanden sind, am Beispiel der Lagebild-Plattform. Er richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler und zeigt Arbeitsweise und Belege aus dem Repository.

Teil 2 und Teil 4 haben das größte Gewicht: In Teil 2 zeigt sich, wie das Konzept entsteht, in Teil 4 der Arbeitsablauf je Auftrag an einem durchgehenden Beispiel. Zur Entstehung: Der Foliensatz wurde wie der erste Vortrag mit KI erzeugt, mit dem Modell Claude Sonnet 5.5 von Anthropic im Werkzeug Claude Code. Die Folien sind ein Entwurf und vor einer Verwendung inhaltlich zu prüfen.

Wichtig ist die Abgrenzung. Es gibt keine Vergleichsgruppe: Wir wissen nicht, wie lange eine Erstellung ohne KI gedauert hätte. Genannte Zeiträume sind Beobachtungen aus dem Projekt, keine Aufwandsrechnung, und die Zahlen am Ende beschreiben den Umfang des Ergebnisses, nicht einen Nutzen. Der Demonstrator selbst ist kein Produktivsystem und nicht in allen Punkten sicherheitstechnisch validiert; das steht so auch in der README.

Teil 1. Kurz: Was sollte entstehen, und in welchen Stufen ist es entstanden.

Der Demonstrator ist als Grundlage für eine Reihe von Vergaben gedacht. Deshalb ist es wichtig, dass Konzept und Umsetzung nachvollziehbar übergeben werden können, und deshalb liegt alles im Repository. Die Frage dieses Vortrags ist eng: Er sagt nicht, dass KI Konzepte allgemein ersetzen kann, sondern zeigt, wie weit es in diesem Fall getragen hat und welche Vorkehrungen nötig waren.

Die Reihenfolge ist wichtig: erst das Konzept, dann der Code. Das Konzept ist die Eingabe für den Übergang zum codeorientierten Modell. Der Satz auf der Folie, dass nur zählt, was in einer Datei steht, ist eine Arbeitsregel: Zwischenstände in Gesprächen sind flüchtig. Das Repository ist das Gedächtnis des Projekts.

Teil 2. Das Grobkonzept entsteht in einem Gespräch mit einem Sprachmodell. Das Ergebnis ist eine Datei.

Die Aufträge sind bewusst alltagssprachlich. Wichtig ist das Muster: Frage, Vorschlag mit Optionen, Entscheidung, Umsetzung. Das Modell macht Vorschläge, die Entscheidung trifft der Auftraggeber. Die Aufträge im Wortlaut sind nicht im Repository abgelegt. Dokumentiert sind ihre Ergebnisse: Entscheidungen, Konfiguration, Änderungsprotokoll. Das ist eine Grenze, die ich am Ende nenne.

Die feste Gliederung ist das, was das Gespräch mit dem Modell lenkt: Jeder Abschnitt ist ein Arbeitsauftrag. Fehlt etwas, fällt es als fehlender Abschnitt oder als offener Punkt auf. Weil das Konzept eine Textdatei ist, gelten dieselben Regeln wie für Code: Änderungen laufen über Merge Requests und sind im Verlauf nachvollziehbar.

Der Kern der Lenkung ist, dass das Modell nicht frei erzählt, sondern in einen Rahmen schreibt und Entscheidungen sichtbar macht. Offene Punkte sind kein Makel, sondern Teil des Konzepts: Sie sagen, wo noch keine Entscheidung vorliegt.

Recherche ist kein Nebeneffekt, sondern ein eigener Auftrag. Das Ergebnis steht an zwei Stellen im Konzept: als inhaltlicher Abschnitt und als Verzeichnis der Quellen. Sprachmodelle können Quellen ungenau wiedergeben. Deshalb die Empfehlung, Quellen zu prüfen. Das ist keine Aussage darüber, dass im Projekt etwas Falsches gefunden wurde, sondern eine Vorsichtsmaßnahme.

Das ist ein Fehler, der bei der Arbeit mit einem Modell leicht entsteht, weil es bereitwillig Beispiele einfügt. Die Gegenmaßnahme war eine Entscheidung, keine Disziplinfrage: Das Konzept enthält keinen kopierten Code mehr. Der Nachteil ist festgehalten: Das Konzept ist allein technisch weniger detailliert, für die Übergabe in Vergaben ist das Repository mitzuliefern.

ADR steht für Architecture Decision Record. Gemeint ist ein kurzes Dokument je Entscheidung: Warum stand die Frage an (Kontext), was wurde festgelegt (Entscheidung), und was folgt daraus, auch an Nachteilen (Konsequenzen). Das Format hat Michael Nygard 2011 beschrieben. Es ist klein genug, dass ein Modell es zuverlässig mitschreibt, und streng genug, dass Begründung und Nachteil nicht fehlen. Die Beispielspalte zeigt die Entscheidung 013, die ich vorher als Lehre gezeigt habe. Für die Übergabe in Vergaben sind die Entscheidungen oft wichtiger als der Code: Sie sagen, warum etwas so ist.

Teil 3. Vom Konzept zum lauffähigen Projekt.

Der Wechsel des Werkzeugs hat einen praktischen Grund: Ein Modell, das Dateien lesen und schreiben, Befehle ausführen und Tests starten kann, arbeitet am Ergebnis statt darüber zu reden. Die Konzeptphase lief über Mistral/Vibe, danach wurde für die code-nahe Arbeit auf Claude gewechselt. Im Repository festgehalten sind nur die Angaben in den Commits der späteren Arbeit; der Vorlauf ist als Ergebnis im ersten Commit enthalten.

Das ist der Teil des Auftrags, bei dem übliche Praktiken eine große Rolle spielen: Ein Projekt auf openCode soll aussehen und funktionieren wie ein gepflegtes Open-Source-Projekt. Das Modell kennt diese Konventionen und legt die Dateien an; ob sie inhaltlich stimmen, muss man prüfen. Die Lizenz und die Hinweise zu Drittkomponenten sind Beispiele dafür: Sie sind rechtlich relevant und deshalb nicht nur Formsache.

Das Hosting wurde nicht manuell aufgebaut, sondern als Auftrag an das Modell: Skripte und Konfiguration, die einen Server in den beschriebenen Zustand bringen. Der Vorteil ist, dass die Anleitung ausführbar ist und nicht nur beschreibt. Das Prinzip gilt auch für Änderungen im Betrieb: Was nicht im Repository steht, wird beim nächsten Abgleich überschrieben.

Die Struktur ist so gewählt, dass ein Modell sie schnell erfassen kann: Konfiguration, Code, Dokumentation und Betrieb liegen getrennt und haben sprechende Namen. Die Prompt-Vorlagen unter llm/prompts gehören zu einem anderen Thema: Sie sind die optionale KI-Funktion der Plattform, nicht der Prozess, über den dieser Vortrag spricht.

Teil 4. Ein durchgehendes Beispiel: der Plattformbericht, der Quellen, Aufbereitung und Anreicherung der Plattform für Mitglieder erklärt.

Der Ablauf wiederholt sich bei jedem Auftrag. Neu in jedem Durchlauf ist die Analyse vor der Umsetzung: Das Modell macht einen Vorschlag mit Optionen, bevor es Code schreibt. Die Dokumentation ist Teil des Auftrags, nicht ein späterer Schritt. Dadurch bleiben Konzept, Entscheidungen und Code zusammen.

Der Auftrag ist eine Frage. Das Modell liefert keine fertige Lösung, sondern Varianten mit Vor- und Nachteilen. Die Entscheidung ist kurz: Vertraulichkeit, Ausgabeformen und die Vorgabe, nur eine Liste ohne Bewertung zu liefern. Diese Vorgabe steht später im ADR als Entscheidung 3.

Der Plattformbericht wird aus dem Betrieb erzeugt und nicht von Hand geschrieben. Das war die wichtigste Entwurfsentscheidung: Ein handgeschriebener Text würde von der Konfiguration abweichen, sobald ein Feed geändert wird. Dass kein KI-Text verwendet wird, ist ebenfalls eine Entscheidung: Der Bericht erklärt die Plattform und soll deshalb nichts enthalten, was ein Modell frei formuliert.

Die automatischen Tests haben keinen dieser Fehler gefunden, weil sie die Umgebung auf dem Server nicht abbilden: Dateirechte, Proxy-Konfiguration, Rollen im Token. Sie sind in der Prüfung an der echten Instanz aufgefallen. Das ist eine Grenze von Tests, nicht des Modells. Wichtig ist, dass jeder Befund wieder als Auftrag, Änderung und Eintrag im Verlauf endet.

Am Ende eines Auftrags ist die Änderung an fünf Stellen sichtbar. Wer später fragt, warum es den Plattformbericht gibt und wie er funktioniert, findet Entscheidung, Anleitung, Code und Verlauf. Der Merge ist die Freigabe. Ohne ihn ändert sich der Hauptzweig nicht.

Die Freigabe ist die Stelle, an der ein Mensch die Verantwortung übernimmt. Das Modell schlägt vor und setzt um, der Merge erfolgt durch den Auftraggeber. Die Zahl der Zusammenführungen zeigt nur die Häufigkeit der Freigaben im Zeitraum. Sie sagt nichts über den Aufwand der Prüfung je Merge Request.

Teil 5. Kurz: welche Prüfungen es gibt, und was sie nicht abdecken.

Die Messung vor dem Bau ist die Maßnahme gegen eine typische Schwäche: Ein Modell schlägt plausible Heuristiken vor, die in der Praxis schlechter funktionieren. Durch die Messung an echten Daten fällt das auf, bevor es im Betrieb ankommt.

Diese Folie ist die ehrliche Seite des Berichts. Der Demonstrator ist nicht für den produktiven Betrieb gedacht, und das gilt unabhängig davon, wie gut die Tests laufen. Besonders wichtig für Nachahmer: Wer das Vorgehen übernimmt, sollte die Aufträge sichern, wenn sie später als Nachweis dienen sollen.

Teil 6. Zahlen zum Umfang. Sie beschreiben das Ergebnis, nicht den Aufwand.

Die Zahlen zeigen, wie viel Text und Code im Repository liegt. Zeilen sind ein schlechtes Maß für Qualität. Sie dienen hier dazu, den Umfang einzuschätzen: Es ist kein Beispielprojekt aus wenigen Dateien.

Der konzeptionelle Vorlauf lief über Mistral/Vibe und dauerte rund drei Tage bis zur Erstellung des initialen Repositories. Danach wurde für die code-nahe Arbeit auf Claude gewechselt. Die Dauer des Vorlaufs ist eine Angabe des Auftraggebers; die Tage sind Teilzeit-Tage, keine vollen Arbeitstage. im Git-Verlauf steht davon nur der Import im ersten Commit. Der Verlauf belegt dagegen, wie viel in welchem Zeitraum danach festgeschrieben wurde. Nicht alle Commits tragen eine Modellangabe. Die Angabe wurde erst im Lauf des Projekts regelmäßig gesetzt; daraus folgt nicht, dass frühere Commits ohne Modell entstanden sind.

Teil 7. Regeln, die sich aus dem Vorgehen ergeben, und Fragen, die offen bleiben.

Diese Regeln sind aus Erfahrungen entstanden, nicht vorab aufgestellt. Jede hat ein Beispiel im Projekt, das ich vorher gezeigt habe.

Die letzte Regel gilt auch für diesen Vortrag: Die Zahlen auf den Folien werden beim Bau aus dem Repository gelesen. Wird etwas im Repository geändert, ändern sich die Folien mit dem nächsten Bau.

Das sind keine rhetorischen Fragen, sondern Punkte, die vor einer Übernahme des Vorgehens in andere Vorhaben zu klären sind. Ich habe dazu keine fertigen Antworten, nur die Beobachtung, dass sie im Projekt aufgetreten sind.

Zeit für Fragen. Konzept, Entscheidungen und Quelltext liegen im Repository; die Folien werden aus dem Repository gebaut und mit dem Projekt fortgeschrieben.

Begriffe zum Nachlesen.

Verweise zum Nachlesen.