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Lageinformationssystem Informationssicherheit

Plattform, Konzept und Entscheidungen · Fachvortrag · Stand Oktober 2026

Gliederung

Teil Inhalt Minuten
1 Aufgabe, Rollen und Einordnung 6
2 Systemarchitektur und eingesetzte Systeme 10
3 OpenCTI: der graphenorientierte Ansatz 12
4 Quellen und Aufnahme 8
5 Anreicherung und Verknüpfung 8
6 Berichte, Dossiers und Einsatz von KI 11
7 Zammad: Steuerung der Abläufe 10
8 Zugriff, Vertraulichkeit, Datenschutz 6
9 Betrieb und Qualitätssicherung 5
10 Bewertung und Ausblick 4

Hinweis zur Entstehung: Dieser Foliensatz wurde mit KI erzeugt (Claude Sonnet 5.5, Modell-ID claude-sonnet-5-5, Anthropic; Werkzeug Claude Code). Inhalte und Zahlen stammen aus dem Repository.

Lagebild · Plattform und Konzept

Einordnung: Demonstrator, kein Produktivsystem

  • ein Demonstrator, der einzelne Konzepte im zentralen IT-Management in einer Pilotphase erprobt
  • Grundlage für Vergaben: Grobkonzept und Proof of Concept, Feinkonzept und Pilot, Betrieb und Weiterentwicklung
  • vollständig im Repository beschrieben: Code, Konfiguration, Entscheidungen
  • kein Produktivsystem
  • Quelltext und Dokumentation sind mit KI-Unterstützung entstanden; die Sicherheitsprüfung ist noch nicht in allen Punkten abgeschlossen
  • keine automatische Lagebewertung: eine Person der Lagezentrale entscheidet über Freigaben

Quelle: README und Konzept (Abschnitt 1 und 16) des Repositories

Lagebild · Plattform und Konzept
01

Aufgabe, Rollen und Einordnung

Wofür die Plattform gebaut ist

Lagebild · Plattform und Konzept

Aufgabe: aus vielen Quellen ein nachvollziehbares Lagebild

Eingänge

  • Warnungen und Hinweise von CERTs und Behörden
  • Schwachstellendaten (CVE, CVSS, EPSS, KEV)
  • Fachmedien
  • Meldungen der Teilnehmenden, verschlüsselt
  • Anfragen an die Lagezentrale

Anforderungen

  • Herkunft jeder Aussage nachvollziehbar
  • Verteilung nach Vertraulichkeitsstufe (TLP)
  • Betrieb mit kleinem Team, wiederherstellbar
  • offene Bausteine, Konfiguration im Repository
  • Entscheidungen über Freigaben bleiben bei Personen
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Rollen und Zugriff

Rolle Zugriff
Gäste öffentliche Startseite mit Pflichtangaben, Support-Adresse
Registrierte Konten (teilnehmer-basis) Allgemeines Lagebild IT: nur TLP:CLEAR, nur lesend; Zammad-Kundenportal
Mitglieder (lagebild-sh) zusätzlich TLP:GREEN und freigegebenes TLP:AMBER; Lagemeldungen per E-Mail
Lagezentrale Redaktion, Freigabe, Bearbeitung von Meldungen und Anfragen
Plattformmanagement Teilnehmerverwaltung ohne Fachinhalte

Quelle: Konzept Abschnitt 4 und ADR 014

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Zwei Lagebilder

Allgemeines Lagebild IT Lagebild Schleswig-Holstein
Inhalt öffentliche Quellen, automatisch zusammengeführt zusätzlich bewertete Berichte und aufbereitete Meldungen
Vertraulichkeit nur TLP:CLEAR ab TLP:GREEN, TLP:AMBER nach Freigabe
Entstehung automatisch, ohne Einzelprüfung redaktionell durch die Lagezentrale
Wer sieht es alle registrierten Konten Mitglieder nach Antrag und Prüfung

Quelle: Konzept Abschnitt 4.1, ADR 014 und 015

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02

Systemarchitektur und Systeme

Welche Bausteine zusammenwirken

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Systemarchitektur im Überblick

Nutzerinnen und Nutzer Traefik: Reverse Proxy, TLS, Zugang zu den Weboberflächen Infoseitenginx, oauth2-proxyMitgliederbereich OpenCTIWissensgraph, BerichteElasticsearch, RabbitMQ ZammadTickets, AbläufePostgreSQL, Redis KeycloakSSO, MFA, RollenRealm „lagebild“ Middleware (Python) verbindet die Systeme über ihre Schnittstellen: Quellen, Freigaben, Konten, Berichte Öffentliche QuellenFeeds, CSAF, KEV, EUVD, NVD MailcowMailserver, Meldepostfach (PGP) Betrieb als CodeGit, Reconciler, Docker Compose
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Keycloak: eine Anmeldung, einheitliche Rollen

  • Identitätsdienst für OpenCTI, Zammad und die Infoseite (OIDC)
  • Anmeldung mit Multi-Faktor-Authentifizierung, verifizierte E-Mail-Adresse
  • Rollen und Gruppen sind im Repository beschrieben (realm-export.json); die Zuordnung zu Personen ist Laufzeitdatum
  • Rollen: teilnehmer-basis, lagebild-sh, lagezentrale, plattformmanagement, Sektorgruppen

Quelle: ADR 002, Konzept 3.6

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OpenCTI: Wissensgraph für Cyber-Threat-Intelligence

  • Open-Source-Plattform; Daten als Objekte und Beziehungen nach STIX 2.1
  • Berichte, Schwachstellen, Produkte, Hersteller, Sektoren, Beobachtungen und weitere Objekte
  • Vertraulichkeit über Markings (TLP) und Gruppen; Zugriff nur, wenn die Gruppe alle Markings eines Objekts erlaubt
  • Dashboards je Gruppe, Aufnahme von Feeds, Programmierschnittstelle (GraphQL)
  • eingesetzt in Version 6.7.1
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Zammad: Ticketsystem als Steuerung der Abläufe

  • Anfragen und Rückfragen der Teilnehmenden (Webportal, E-Mail)
  • vor allem aber: Steuerung von Automationen
    • Nutzeradministration: Registrierung, Beitritt, Kontolöschung
    • Freigabe von Berichten und Meldungen der Mitglieder
  • Zustandswechsel eines Tickets löst einen Webhook an die Middleware aus
  • das Ticket ist Auftrag und Protokoll zugleich

Quelle: ADR 014, 015, 017 · Teil 7 dieses Vortrags

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Mailcow und Middleware

Mailcow

  • Mailserver (SMTP, IMAP), Postfächer, Verteiler
  • Meldepostfach nimmt nur PGP-verschlüsselte E-Mail an
  • eigenes Compose-Projekt aus dem offiziellen Repository

Middleware

  • eigener, schlanker Dienst in Python
  • verbindet OpenCTI, Zammad, Keycloak, Mailcow über deren Schnittstellen
  • keine Kopplung über Datenbanken
  • fällt sie aus, laufen Lagebild und Tickets weiter; Versand, Meldeeingang und Automationen ruhen

Quelle: ADR 003, 004, 007 · Konzept 3.3

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Weitere Bausteine

Baustein Aufgabe
Traefik Reverse Proxy, TLS-Zertifikate, Zugang von außen
nginx und oauth2-proxy Infoseite, Mitgliederbereich, Anmeldung über Keycloak
Elasticsearch, RabbitMQ, Redis Suche, Warteschlange und Zwischenspeicher für OpenCTI
Garage (S3) Dateiablage für OpenCTI
Ollama (optional) selbst betriebenes Sprachmodell für gekennzeichnete Textabschnitte
Connectoren (optional) offizielle Referenzdaten: MITRE ATT&CK, OpenCTI-Datensätze, MISP-Feed

Quelle: docker-compose.yml, ADR 005, 006, 018

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03

OpenCTI: der graphenorientierte Ansatz

Objekte und Beziehungen statt Dokumente

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OpenCTI: Dokumente und Graph

Ablage als Dokumente

  • ein Bericht ist ein Text mit Verweisen
  • Zusammenhänge entstehen durch Lesen und Suchen
  • die Herkunft steht als Quellenangabe im Text

Ablage als Graph

  • Objekte (Schwachstelle, Produkt, Hersteller, …) und Beziehungen mit Typ
  • jede Beziehung trägt Urheber, Zeitraum, Konfidenz und Vertraulichkeit
  • derselbe Gegenstand existiert einmal und wird von vielen Berichten genutzt
  • Fragen sind Abfragen entlang der Beziehungen
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Graphenmodell: Knoten und Kanten

Knoten (STIX Domain Objects)

  • Dinge, über die berichtet wird: Schwachstelle, Produkt, Hersteller, Sektor, Land, Akteur, Technik
  • Dokumentation: Bericht (Report), Sachverhalt (Grouping), Notiz
  • jede Identität gibt es einmal: die CVE aus drei Berichten ist ein Knoten

Kanten (STIX Relationship Objects)

  • gerichtete Aussage über zwei Knoten, zum Beispiel „Produkt hat Schwachstelle“
  • die Kante ist selbst ein Objekt mit eigener Kennung und eigenen Eigenschaften
  • Beziehungstypen sind je Paar von Objekttypen im Schema geregelt; related-to ist zwischen allen Typen zulässig
Weil die Kante ein Objekt ist, lässt sich jede Beziehung einzeln belegen, bewerten und kennzeichnen.

Quelle: STIX 2.1, OpenCTI 6.7 · ADR 019

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Eine Kante im Detail

Eigenschaft Bedeutung Verwendung in der Plattform
Quelle, Ziel, Typ wer mit wem, in welcher Beziehung Produkt – hat – Schwachstelle
Ersteller Organisation, die die Aussage macht Urheber = Quelle (NVD, CISA, ENISA, Behörde)
Konfidenz 0 bis 100, wie sicher die Aussage ist 90 für KEV-Katalog, 40 für abgeleitete Zuordnung
Zeitangaben Beginn und Ende der Gültigkeit Datum der Meldung
Marking Einstufung (TLP) und Sperre steuert die Sichtbarkeit je Gruppe
Referenz Verweis auf den Beleg Satz oder Link im Bericht

Beobachtung (Sighting): Sonderform der Kante. Sie verbindet ein Objekt mit der Stelle, die es beobachtet hat, mit Zeit, Anzahl und Konfidenz.

Beispiel: „CISA meldet am 03.10. aktive Ausnutzung von CVE-2026-1001“ ist eine Aussage über die Schwachstelle, ohne die Schwachstelle selbst zu verändern.

Quelle: STIX 2.1 · ADR 026 · Beispiel mit erfundener CVE-Kennung

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Objekttypen in der Plattform

Objekt Typ (STIX 2.1) Herkunft in der Plattform
Bericht Report Feeds, kuratierte Beiträge, Meldungen
Schwachstelle Vulnerability Erkennung im Text, KEV-Katalog
Produkt, Hersteller Software, Organization Produktdaten (NVD, CSAF, EUVD)
Sektor, Land Sector, Country Referenzdaten, Konfiguration
Akteur, Schadsoftware, Technik Intrusion-Set, Malware, Attack-Pattern Referenzdaten (MITRE ATT&CK)
Beobachtung Sighting KEV, EUVD, Behördenberichte
Sachverhalt Grouping Plattform, ab drei unabhängigen Stellen

Quelle: ADR 019, 020, 023, 026

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Ausgangslage: der Bericht als Mittelpunkt

Bericht Produkt Schwachstelle Hersteller Technik Akteur, Malware Indikator has
  • Berichte verweisen auf Objekte; zwischen den Objekten bestand nur die Beziehung „Produkt hat Schwachstelle“
  • Fragen nach Herstellern, Sektoren oder Bestätigungen ließen sich nur über den Berichtstext beantworten
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Beziehungen zwischen den Objekten

Bericht Schwachstelle Produkt Hersteller Sektor CISA CERT-FR ENISA Sachverhalt enthälthasrelated-toabgeleitetBeobachtungenthältenthält

durchgezogen: belegt · gestrichelt: abgeleitet, als solche gekennzeichnet · Beispiel, keine reale Meldung

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Jede Beziehung trägt Herkunft und Konfidenz

Beziehung Herkunft Konfidenz Kennzeichnung
Produkt hat Schwachstelle NVD, CSAF, EUVD, KEV (in dieser Rangfolge) 80, 70, 60, 50 Urheber = Quelle
Hersteller – Produkt Produktdaten (CPE) 80 Urheber = Quelle
Hersteller, Produkt – Sektor Liste in config/sektoren.json 40 Label ABGELEITET
Beobachtung CISA, ENISA KEV-Katalog, EUVD 90, 70 Beschreibung nennt Datum
Beobachtung Behörde ausdrücklicher Satz im Bericht 65, 50 Satz als Beleg
  • alle Beziehungen TLP:CLEAR; nichts wird gelöscht; Wiederholung erzeugt keine Dubletten

Quelle: ADR 019, 026

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Beobachtungen: wer sagt, dass eine Schwachstelle ausgenutzt wird

  • bisher: Label „KEV“ am Objekt, ohne Angabe, wer es sagt und seit wann
  • jetzt: je Stelle eine Beobachtung (Sighting) an der Schwachstelle
    • CISA: Aufnahme in den KEV-Katalog, mit Datum
    • ENISA: Eintrag in der EUVD (Datum der ersten Sichtung der Plattform)
    • Behörden und CERTs: ausdrückliche Aussage im eigenen Bericht
  • „aktiv ausgenutzt“ ergibt sich aus den Beobachtungen; Tages- und Wochenbericht nennen Zahl und Namen der Stellen
Beispiel: Ausnutzung bestätigt von 3 Stellen: CISA, CERT-FR (ANSSI), ENISA

Quelle: ADR 026

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Sachverhalt: ein Thema, mehrere Berichte

  • mehrere Stellen berichten über dieselbe Schwachstelle: ein Sachverhalt (OpenCTI-Gruppierung)
  • ab drei unabhängigen Stellen; mehrere Feeds derselben Stelle zählen einmal
  • Nachrichtenseiten gehören zum Sachverhalt, zählen aber nicht als Stelle
  • Inhalt: Berichte, Schwachstelle, Produkte, Sektoren; Beschreibung nennt Stellen, Zeitraum, bestätigende Stellen und den CVSS-Wert der Schwachstelle
  • Kanten (abgeleitet) führen vom Sachverhalt zur Schwachstelle und zu jedem Bericht; optional ergänzt ein Dossier (eigenes Objekt, KI; Teil 6)
  • die Berichte bleiben einzeln erhalten
Beschreibung einer Gruppierung „Sachverhalt“ (Ausgabe der Plattform, Beispieldaten)
Beschreibung einer Gruppierung „Sachverhalt“ (Ausgabe der Plattform, Beispieldaten)
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OpenCTI: Bericht mit verknüpften Objekten

OpenCTI, Bericht, Reiter „Wissen“ mit verknüpften Objekten (Beispieldaten)
OpenCTI, Bericht, Reiter „Wissen“ mit verknüpften Objekten (Beispieldaten)
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OpenCTI: Schwachstelle mit Beobachtungen

OpenCTI, Schwachstelle mit Beobachtungen und Berichten (Beispieldaten)
OpenCTI, Schwachstelle mit Beobachtungen und Berichten (Beispieldaten)
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Was der Graph beantwortet

Frage Weg im Graphen
Welche Produkte eines Herstellers sind betroffen? Hersteller → Produkt → Schwachstelle
Welche Sektoren sind betroffen? Schwachstelle → Produkt → Hersteller → Sektor (abgeleitet)
Wer bestätigt die Ausnutzung? Schwachstelle → Beobachtungen
Welche Berichte gehören zu einem Thema? Sachverhalt → Berichte
Woher stammt eine Aussage? Beziehung → Urheber, Konfidenz, Kennzeichnung
  • Tages- und Wochenbericht zählen Hersteller und Sektoren aus diesen Beziehungen
  • Grundlage für spätere Benachrichtigung nach Referenzprofil: Produkte eines Teilnehmers gegen den Graphen
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Grenzen des Ansatzes: Messungen vor dem Bau

Idee Messung an echten Feeds Entscheidung
Akteur ↔ Schwachstelle aus Satzzusammenhängen 1 bis 2 belastbare Beziehungen je 180 Seiten zurückgestellt
Indikatoren aus Feeds 3 von 180 Texten mit Hashes zurückgestellt
Schwachstellenart → CAPEC → ATT&CK 29 % mit Technik, im Median 7 je Schwachstelle nicht gebaut
Beobachtungen aus Behördenberichten 22 % der Texte, 16 von 18 Sätzen richtig umgesetzt

Messungen vom 4. Oktober 2026 an 34 Feeds · Begründung in ADR 026

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04

Quellen und Aufnahme

Woher die Informationen kommen

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Quellenlandschaft

34
aktive Feeds
27
davon Behörden und CERTs
17
Herkunftsländer der Quellen
  • weitere Datenquellen: CISA-KEV-Katalog, EUVD der ENISA, NVD, EPSS, 3 CSAF-Anbieter
  • Medien: 3 Feeds, gekennzeichnet und nicht als unabhängige Stelle gezählt

Quelle: config/rss-feeds.json, Plattformbericht · Zahlen werden beim Bau der Folien aus dem Repository berechnet

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Aufnahme der Feeds

  • OpenCTI ruft jeden Feed selbst ab (stündlich); jede Quelle ist als Organisation Urheber ihrer Berichte
  • alle Berichte erhalten TLP:CLEAR; ein automatisches TLP:GREEN gibt es nicht
  • Hinzufügen, Ändern, Abschalten einer Quelle: Änderung der Konfigurationsdatei per Merge Request
  • Prüfwerkzeug für neue Quellen: Erreichbarkeit, Format, Aktualität
  • ein täglich erzeugter Plattformbericht erklärt Mitgliedern die Quellen und ihr Aufkommen

Quelle: Konzept 3.4, ADR 008, 025

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Filter und Umwandlung für gemischte Quellen

Filter „nur mit CVE“

  • Fachmedien mischen Schwachstellenmeldungen mit allgemeinen Artikeln
  • ein Eintrag wird übernommen, wenn Titel, Teaser oder Seite eine CVE-Kennung nennen
  • gemessen an einer Fachseite: 7 von 20 Einträgen, alle Schwachstellenmeldungen
  • 5 Feeds mit Filter

Umwandlung

  • einige Behörden liefern RSS 1.0 (RDF), das OpenCTI nicht liest
  • die Middleware stellt solche Feeds als RSS 2.0 bereit
  • 3 Feeds, darunter japanische CERT-Quellen

Quelle: ADR 024

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Volltext der Originalquelle

  • die Feeds liefern oft nur eine Zusammenfassung; die verlinkte Seite nennt weitere Schwachstellen, Produkte und Namen
  • Rahmen für den Abruf:
    • nur Seiten der abonnierten Quellen, nur https, nur öffentliche Adressen
    • robots.txt wird beachtet, Abstand zwischen Abrufen, begrenzte Menge je Durchlauf
    • der Text wird verarbeitet und nicht gespeichert
  • Sperren (z. B. HTTP 403) werden nicht umgangen

Quelle: ADR 021

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Plattformbericht für Mitglieder

Seite „Plattformbericht“ im Mitgliederbereich (Ausgabe der Plattform, Beispieldaten)
Seite „Plattformbericht“ im Mitgliederbereich (Ausgabe der Plattform, Beispieldaten)
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05

Anreicherung und Verknüpfung

Vom Text zum Objekt

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Schwachstellen erkennen und anreichern

  1. CVE-Kennungen in Titel und Text eines Berichts werden erkannt und mit dem Bericht verknüpft
  2. fehlende Schwachstellen werden angelegt und angereichert:
    • CVSS-Bewertung aus EUVD und NVD (Version 3.0 wird auf 3.1 vereinheitlicht)
    • EPSS: Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung, von FIRST
    • KEV: Aufnahme in den Katalog der CISA
  3. der Bericht erhält Labels (z. B. CVSS-KRITISCH) und einen Block „Schwachstellen im Bericht“

Quelle: ADR 019, Betriebsanleitung Produktdaten

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Produkte und Hersteller

  • zu jeder Schwachstelle: betroffene Produkte mit Versionsbereichen, als Beziehung „Produkt hat Schwachstelle“
  • Quellen in fester Rangfolge: NVD, CSAF-Advisories, EUVD, KEV (Konfidenz 80, 70, 60, 50)
  • kommt eine bessere Quelle, werden Beziehungen der schwächeren ersetzt
  • Hersteller sind mit ihren Produkten verknüpft
  • lokaler Index der Produkte als Grundlage für spätere Abgleiche

Quelle: ADR 019, 022, 026

Lagebild · Plattform und Konzept

Verknüpfung mit Akteuren, Techniken und Indikatoren

  • Namen und Aliase aus den Referenzdaten (MITRE ATT&CK) werden im Berichtstext erkannt
  • Regeln gegen Fehlverknüpfungen, an 1.332 Feed-Einträgen gemessen:
    • ohne Regeln waren 6 von 17 Treffern falsch („Octopus Deploy“ als Schadsoftware)
    • kurze Namen und häufige Wörter werden nicht abgeglichen, eine Stoppliste fängt Reste
    • Hashes nur mit Zusammenhang; Git-Commits werden ausgeschlossen
  • Ergebnis nach den Regeln: 10 Treffer, 1 Fehlalarm

Quelle: ADR 020

Lagebild · Plattform und Konzept

Beobachtungen aus Behördenberichten

  • sagt ein Bericht ausdrücklich, dass eine Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird, entsteht eine Beobachtung der berichtenden Stelle
  • zwei Stufen: CVE im selben Satz; Aussage zur ganzen Meldung bei höchstens drei Schwachstellen
  • Verneinungen und Möglichkeiten zählen nicht („kein Hinweis auf Ausnutzung“, „kann ausgenutzt werden“)
  • mehrsprachig; der Satz steht als Beleg in der Beschreibung
  • 27 Feeds von Behörden und CERTs sind als Beobachter gekennzeichnet

Quelle: ADR 026 · Messung an 180 Volltexten, Oktober 2026

Lagebild · Plattform und Konzept

Beispiel: eine CERT-Meldung wird angereichert

1 EingangFeed-Eintrag des CERT-Bund als Bericht, TLP:CLEAR
2 SchwachstelleCVE erkannt, Objekt mit Bewertung
3 ProdukteProdukte und Hersteller aus Produktdaten
4 ReferenzdatenAkteure, Techniken, Indikatoren
5 BeobachtungSatz „aktiv ausgenutzt“ wird zur Beobachtung
Schritt Ergebnis im Beispiel Beleg und Konfidenz
2 CVE-2026-1001 mit CVSS 9,8 (kritisch), EPSS 93 %, im KEV-Katalog; Labels CVSS-KRITISCH, KEV-VERKNUEPFT EUVD, NVD, FIRST, CISA
3 Citrix NetScaler ADC und Gateway als Produkte, Citrix als Hersteller; kein Sektor (allgemeines IT-Produkt) NVD, Konfidenz 80
4 im Text keine Akteure oder Techniken; Treffer müssten die Regeln gegen Fehlverknüpfungen bestehen ADR 020
5 Beobachtung „CERT-Bund“ an der Schwachstelle; Label AKTIV-AUSGENUTZT Satz im Bericht, Konfidenz 65

Quelle: ADR 019, 020, 026 · Beispiel mit erfundener CVE-Kennung, Texten und Werten

Lagebild · Plattform und Konzept

Beispiel: der Bericht vor und nach der Anreicherung

Bericht beim Eingang und nach der Anreicherung (Ausgabe der Plattform, Beispieldaten)
Bericht beim Eingang und nach der Anreicherung (Ausgabe der Plattform, Beispieldaten)
  • der Text der Quelle bleibt unverändert; ergänzt werden ein gekennzeichneter, maschinell erzeugter Block und Labels

Quelle: ADR 019 · Block erzeugt vom Code der Plattform, Werte als Beispiel

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Beispiel: was im Graphen entsteht

BerichtCERT-Bund CVE-2026-1001CVSS 9,8 · EPSS 93 % Citrix NetScalerADC, Gateway Beobachtung: CERT-Bund KEV-Eintrag (CISA) enthälthatbestätigtgelistet
  • die CVE wird zum gemeinsamen Knoten: weitere Berichte und Beobachtungen anderer Stellen hängen am selben Objekt
  • ab drei unabhängigen Stellen entsteht daraus ein Sachverhalt; die Zahl der bestätigenden Stellen ergibt sich aus den Beobachtungen
  • Darstellung vereinfacht (Hersteller, Beziehungstypen und Konfidenz nicht gezeigt)

Quelle: ADR 019, 023, 026 · Beispiel

Lagebild · Plattform und Konzept
06

Berichte und Einsatz von KI

Was die Leserinnen und Leser sehen

Lagebild · Plattform und Konzept

Dossier: KI-gestützte Anreicherung einer Sammlung

  • optional und standardmäßig aus: Zu einem Sachverhalt (der Sammlung von Berichten ab drei unabhängigen Stellen) entsteht ein Dossier als eigenes Objekt, eine OpenCTI-Notiz „Dossier CVE-…“
  • die Notiz gehört zur Sammlung und bezieht sich auf alle ihre Objekte (Berichte, Schwachstelle, Produkte): ein korrelierter Container; Kanten verbinden sie mit Sachverhalt und CVE
  • drei Teile: die Schwachstelle allgemein · was die Berichte übereinstimmend darstellen · was nur einzelne Berichte darstellen, je mit Stelle und Link zum Bericht
  • Grundlage sind die Volltexte der Originalquellen (Anfang, bis zu vier Berichte), sonst der Feed-Text
  • der CVSS-Wert der Schwachstelle steht am Sachverhalt und am Dossier (Text und Label); Kanten verweisen vom Sachverhalt auf Schwachstelle und Berichte

Quelle: ADR 028, 029, 023, 021

Lagebild · Plattform und Konzept

Dossier: Prüfung und Kennzeichnung

Prüfung jedes Satzes

  • gegen die Texte, die das Modell gesehen hat
  • Zahlen und Versionen nur, wenn sie im Text stehen
  • nur die CVE-Kennung der Schwachstelle; keine Links
  • „ausgenutzt“ nur bei KEV-Eintrag oder Aussage im Text
  • Einzelaussagen nur zu bekannten Berichten
  • ohne belegte Umschreibung kein Dossier (ein zweiter Versuch mit Korrekturhinweis)

Kennzeichnung und Aufwand

  • am Objekt: Marking AI-GENERATED, Labels, „KI-generiert, nicht geprüft“, Modellname, Angabe zur Grundlage (Volltext oder Feed-Text)
  • eigener Lebenslauf: eine Notiz je Sachverhalt, neu geschrieben nur bei geändertem Inhalt
  • neu erzeugt nur bei geänderter Berichtsauswahl, höchstens zwei Aufrufe je Zyklus
  • bei Ausfall bleibt das alte Dossier, der Sachverhalt entsteht trotzdem

Quelle: ADR 028, 029, 016

Lagebild · Plattform und Konzept

Beispiel: Dossier als Notiz im Sachverhalt

Dossier als Notiz im Sachverhalt (Aufbau aus dem Code der Plattform; der KI-Text ist ein erfundenes Beispiel, keine Modellausgabe)
Dossier als Notiz im Sachverhalt (Aufbau aus dem Code der Plattform; der KI-Text ist ein erfundenes Beispiel, keine Modellausgabe)
Lagebild · Plattform und Konzept

Tages- und Wochenbericht: Lageeinschätzung und Überblick

  • täglich bzw. montags automatisch aus den öffentlichen Daten (TLP:CLEAR); der Bericht löst keinen Versand aus
  • beginnt mit einer kurzen Lageeinschätzung (KI), die sich allein auf die analysierten Sachverhalte stützt und sie einordnet; ohne Sachverhalt entfällt sie
  • Zahlen und Tabellen weiter regelbasiert: Kennzahlen, priorisierte Schwachstellen mit Produkt, betroffene Hersteller, Sektoren (als Annahme gekennzeichnet)
  • Überblick: Sicherheitslücken und Berichte: zu jeder relevanten Lücke das Dossier und die verlinkten Berichte; Sachverhalte zuerst, dazu weitere kritische oder ausgenutzte Lücken
  • die Inhalte der referenzierten Berichte kommen über das Dossier aus den Volltexten, nicht aus den gekürzten Feed-Beschreibungen

Quelle: ADR 016, 023, 026, 030

Lagebild · Plattform und Konzept

Beispiel: Tagesbericht, Beginn

Tagesbericht: Kopf, Lageeinschätzung, Auf einen Blick (Aufbau aus dem Code der Plattform, Beispieldaten; der KI-Text ist erfunden)
Tagesbericht: Kopf, Lageeinschätzung, Auf einen Blick (Aufbau aus dem Code der Plattform, Beispieldaten; der KI-Text ist erfunden)
Lagebild · Plattform und Konzept

Beispiel: Tagesbericht, Überblick

Überblick (Aufbau aus dem Code der Plattform, Beispieldaten; der Dossier-Text ist erfunden)
Überblick (Aufbau aus dem Code der Plattform, Beispieldaten; der Dossier-Text ist erfunden)
Lagebild · Plattform und Konzept

Einsatz von KI: begrenzt und gekennzeichnet

Wofür

  • kurze Lageeinschätzung allein aus den analysierten Sachverhalten, Schwerpunkte, Empfehlungen und das Dossier zu einem Sachverhalt, auf einem selbst betriebenen Sprachmodell
  • Schalter, standardmäßig aus; die Plattform arbeitet ohne KI vollständig

Grenzen

  • KI-Abschnitte sind gekennzeichnet
  • Berichtstext ohne Zahlen; im Dossier nur Zahlen aus den Quelltexten; Kennungen und Aussagen zur Ausnutzung werden geprüft
  • schlägt die Prüfung fehl, erscheint der Bericht (bzw. der Sachverhalt) ohne KI-Text
  • die KI entscheidet nie über Freigabe, Versand oder Alarmierung

Quelle: ADR 006, 008, 016, 028, 029, 030

Lagebild · Plattform und Konzept
07

Zammad: Steuerung der Abläufe

Nutzeradministration und Freigaben als Tickets

Lagebild · Plattform und Konzept

Prinzip: Das Ticket ist Auftrag und Protokoll

1 Ticketbeschreibt den Vorgang; Gruppe und Zustand bestimmen, wer entscheiden darf
2 Zustanddie Entscheidung einer berechtigten Person, z. B. beitritt-genehmigt
3 WebhookZammad meldet den Zustandswechsel an die Middleware
4 Ausführungdie Middleware liest das Ticket neu, prüft und führt aus
5 Protokolldas Ergebnis steht als Artikel im Ticket, der Zustand wechselt
  • die Middleware vertraut dem Inhalt des Webhooks nicht: Das Ticket wird frisch aus Zammad gelesen
  • bei Fehlern gibt es einen eigenen Zustand (…-fehler) mit Begründung im Ticket; Webhooks werden wiederholt, Ausführung ist wiederholbar

Quelle: ADR 004, 014, 015, 017

Lagebild · Plattform und Konzept

Nutzeradministration: Registrierung und Beitritt

Registrierungin Keycloak; E-Mail, MFA; Rolle teilnehmer-basis
Prüfticketfür das Plattformmanagement mit den Angaben aus Keycloak
BeitrittsantragTicket in der Gruppe „Lagebild-Beitritt“, mit Prüfhilfe
GenehmigungZustand beitritt-genehmigt
UmsetzungRolle lagebild-sh in Keycloak, Zustand beitritt-umgesetzt
  • Schutz: nur Tickets der Beitrittsgruppe, nur aktive Konten mit verifizierter E-Mail-Adresse, keine Selbstfreigabe
  • Abweisung mit Begründung im Ticket (beitritt-abgelehnt)
  • die Struktur (Rollen, Gruppen, Zustände) steht im Repository, die Zuweisung an Personen ist Betriebsdatum

Quelle: ADR 014 · Konzept Abschnitt 5

Lagebild · Plattform und Konzept

Nutzeradministration: Kontolöschung

AuftragTicket in der Gruppe „Kontoloeschung“ (nur Agenten)
VorschauRollen, Konten in OpenCTI und Zammad, Zahl der mitgelöschten Tickets
Genehmigungdurch eine andere Person des Plattformmanagements
LöschungKeycloak sperren, OpenCTI, Zammad, Keycloak-Konto
ProtokollErgebnis im Ticket
  • Konten der Lagezentrale, des Plattformmanagements und Dienstkonten löscht die Middleware nie
  • bewusst nicht automatisiert: Mailcow-Postfach, Datensicherungen, Bestätigung an die Person

Quelle: ADR 017

Lagebild · Plattform und Konzept

Meldungen der Mitglieder

EingangPGP-verschlüsselte E-Mail; Report TLP:AMBER mit Marking MELDUNG-TEILNEHMER, Ticket
AufbereitungLagezentrale schreibt interne Notiz „Beitrag“ ohne Angabe der Stelle, Tag mit TLP
FreigabeZustand meldung-freigegeben, nur durch Mitglieder der Lagezentrale
Veröffentlichungneuer Report mit gewähltem TLP, verknüpft mit der Originalmeldung
  • die Originalmeldung bleibt bei der Lagezentrale; veröffentlicht wird immer ein neuer, aufbereiteter Beitrag
  • Prüfungen schlagen zu: TLP-Tag Pflicht (nur GREEN oder AMBER), weder Name der Stelle noch E-Mail-Adresse im Text; sonst Zustand meldung-fehler

Quelle: ADR 003, 015

Lagebild · Plattform und Konzept

Berichte der Lagezentrale

  • Entwürfe tragen das Gate-Marking NUR-LAGEZENTRALE: Mitglieder sehen sie nicht
  • Freigabe: TLP festlegen und Gate entfernen (derzeit in OpenCTI); der Versand verschickt nichts, was das Gate trägt
  • kuratierte Inhalte aus Quellen ohne Feed laufen als Ticket: kuratiert-freigegeben legt den Report an, die Ticketnummer steht im Report
  • Einsatz von KI nur als gekennzeichneter Vorschlag im Ticket, falls aktiviert
  • Stand: Der E-Mail-Versand freigegebener Berichte über Zammad ist konzipiert (ADR 012), im Pilot noch nicht vollständig umgesetzt

Quelle: ADR 008, 012, 015 · Konzept 12.7 und 16

Lagebild · Plattform und Konzept

Zammad: Ticket Beitrittsantrag

Screenshot folgtZammad, Beitrittsantrag mit Prüfhilfe und Zustand (Beispieldaten)Datei: docs/vortrag/bilder/zammad-beitritt-ticket.png (Beispieldaten)
Lagebild · Plattform und Konzept

Zammad: Meldung mit Beitrag

Screenshot folgtZammad, Meldungsticket mit Notiz „Beitrag“ und Zustand (Beispieldaten)Datei: docs/vortrag/bilder/zammad-meldung-beitrag.png (Beispieldaten)
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Ticketsystem als Steuerung: Abwägung

Dafür

  • Entscheidungen sind nachvollziehbar und einer Person zuzuordnen
  • Rechte folgen Gruppen und Zuständen, die vorhanden sind
  • kein zusätzliches Werkzeug für Freigaben
  • Ausführung ist wiederholbar, Fehler sind sichtbar

Dagegen

  • Abhängigkeit von Zammad und Middleware
  • Zustandsrechte müssen sauber vergeben sein; Gruppen direkt am Benutzer
  • Prüfungen sind teils heuristisch (Anonymisierung)
  • kein erzwungenes Vier-Augen-Prinzip bei Freigaben im Pilot; bei der Kontolöschung ja
Lagebild · Plattform und Konzept
08

Zugriff, Vertraulichkeit, Datenschutz

Wer was sehen darf

Lagebild · Plattform und Konzept

Vertraulichkeit: TLP und Markings

Stufe Wer sieht sie Weitergabe per E-Mail
TLP:CLEAR alle registrierten Konten –
TLP:GREEN Mitglieder Lagemeldungen an Mitglieder
TLP:AMBER Mitglieder, erst nach Freigabe nie
TLP:AMBER+STRICT, TLP:RED nur die Lagezentrale nie
  • Gate-Marking NUR-LAGEZENTRALE: alles, was noch nicht freigegeben ist
  • OpenCTI gewährt Zugriff nur, wenn die Gruppe alle Markings eines Objekts erlaubt

Quelle: ADR 014, 015 · an der Instanz mit drei Testkonten und neun Testberichten geprüft

Lagebild · Plattform und Konzept

Mitgliederbereich

  • Seite und JSON zum Plattformbericht unter /intern/mitglieder/
  • Zugriff nur mit der Rolle lagebild-sh oder lagezentrale; andere angemeldete Konten erhalten 403, Nicht-Angemeldete den Login
  • die Prüfung nimmt die Infoseite anhand der Rollen aus der Anmeldung vor; fehlt die Rolle, bleibt der Zugriff gesperrt
  • der zugehörige OpenCTI-Bericht trägt TLP:GREEN und ist vom Versand ausgenommen
Screenshot folgtMitgliederbereich: Zugriff mit Rolle und Meldung ohne Rolle (Beispieldaten)Datei: docs/vortrag/bilder/mitgliederbereich-zugriff.png (Beispieldaten)

Quelle: ADR 025 · Zugriffsprüfung an der Instanz bestätigt

Lagebild · Plattform und Konzept

Datenschutz und Datensparsamkeit

  • überwiegend öffentliche Daten; Teilnehmerdaten nur im Umfang der Registrierung
  • Meldeweg nur verschlüsselt (PGP); die meldende Stelle wird in veröffentlichten Beiträgen nicht genannt
  • Volltext der Originalquellen wird verarbeitet, nicht gespeichert
  • keine Schriften oder Skripte von Drittanbietern in den eigenen Seiten und Folien
  • Protokolle, Festlegung im Konzept: Zugriffsprotokolle des Proxys höchstens 7 Tage, Audit-Trail von OpenCTI 90 Tage
  • Löschung eines Kontos als nachvollziehbarer Vorgang (Teil 7)
Offen vor echten Teilnehmerdaten: Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Rechtsgrundlage und Nutzungsordnung, Löschkonzept mit Fristen, ggf. Datenschutz-Folgenabschätzung

Quelle: Konzept Abschnitt 7 und 16

Lagebild · Plattform und Konzept
09

Betrieb und Qualitätssicherung

Wie der Stand nachvollziehbar bleibt

Lagebild · Plattform und Konzept

Betrieb als Code

ÄnderungMerge Request im Repository auf openCode, mit Prüfung
AbgleichCron auf dem Server holt das Repository (pull)
AnwendungDocker Compose, Images mit fester Version
BereitstellungSkripte stellen den Soll-Zustand idempotent her
  • Konfiguration, Rollen, Quellen, Dashboards, Gruppen: ausschließlich per Merge Request; manuelle Änderungen in Oberflächen sind untersagt (Ausnahme: Notfall, dokumentiert)
  • Laufzeitdaten (Berichte, Tickets, Zuweisungen an Personen) werden nicht überschrieben
  • Mailcow läuft als eigenes Compose-Projekt aus dem offiziellen Repository

Quelle: ADR 001, 013 · Konzept 15.1

Lagebild · Plattform und Konzept

Wiederherstellung

Ziel Wert im Pilot
Konfiguration im Repository vollständig vorhanden, Verlust 0
Fachdaten (Graph, Tickets, Postfächer, Konten) höchstens 24 Stunden Datenverlust
Kernfunktionen (Anmeldung, Lagebild, Mail) Wiederanlauf innerhalb von 4 Stunden
  • Sicherungen verschlüsselt; Wiederherstellung auf gleichem oder neuem Server dokumentiert, Restore-Test vorgesehen
  • kein hochverfügbares Setup: ein Server

Quelle: Konzept Abschnitt 10

Lagebild · Plattform und Konzept

Qualitätssicherung

371
automatische Testfälle im Repository
30
dokumentierte Entscheidungen (ADR)
13
Sektoren in der Zuordnungsliste
  • GraphQL-Abfragen werden gegen das Schema der eingesetzten OpenCTI-Version geprüft
  • Messungen an echten Feeds vor dem Bau neuer Verknüpfungen, mit Ergebnis im ADR
  • Heuristiken sind kenntlich gemacht; Fehlverknüpfungen lassen sich entfernen, Listen im Repository korrigieren

Quelle: Repository · Zahlen werden beim Bau der Folien aus dem Repository berechnet

Lagebild · Plattform und Konzept

Stand der Prüfung

An der Instanz bestätigt

  • Zugriffsmodell: Markings und Gate-Marking, mit drei Testkonten und neun Testberichten
  • Mitgliederbereich: Zugriff mit Rolle, Sperre ohne Rolle, Login ohne Anmeldung
  • Anmeldung über Keycloak, Aufnahme der Feeds

Noch nicht abgenommen

  • Anzeige der Beobachtungen in der Oberfläche
  • Kanten und Dossiers (Notizen) der Sachverhalte; Qualität des Dossiers mit dem vorgesehenen Modell
  • Import der gefilterten und umgewandelten Feeds
  • Auswertung der Beobachter in den Berichten im Betrieb
  • gesamte Sicherheitsbewertung des Demonstrators

Quelle: Konzept 14 und 16, Änderungsprotokoll (CHANGELOG)

Lagebild · Plattform und Konzept
10

Bewertung und Ausblick

Entscheidungen, Grenzen, offene Punkte

Lagebild · Plattform und Konzept

Entscheidungen im Überblick

Entscheidung Begründung Folge
Wissensgraph statt Dokumentenablage Zusammenhänge abfragbar, Herkunft je Aussage Aufwand für Verknüpfung, Heuristiken
Middleware statt Direktkopplung Austauschbarkeit, Nachvollziehbarkeit eine weitere Komponente
Zammad als Steuerung der Abläufe Entscheidungen nachvollziehbar, vorhandene Rechte Abhängigkeit von Ticket-Zuständen
Freigabe durch Personen kein Versand ohne menschliche Handlung ein Fehlgriff wirkt direkt (Pilot)
KI optional und gekennzeichnet Risiko durch erfundene Inhalte begrenzen allgemeinere Texte mit kleinem Modell
Betrieb als Code Reproduzierbarkeit, Nachvollziehbarkeit Änderungen nur per Merge Request

Quelle: ADR 001, 004, 006, 008, 015, 026

Lagebild · Plattform und Konzept

Einordnung: Vorteile und Grenzen des Ansatzes

Aus Sicht des Ansatzes

  • Herkunft und Verlässlichkeit jeder Aussage sind erkennbar
  • Zusammenhänge sind abfragbar, nicht nur lesbar
  • Freigaben und Kontoänderungen sind als Vorgänge nachvollziehbar
  • offene Bausteine, Konfiguration im Repository, wiederherstellbar

Grenzen

  • Demonstrator, nicht produktiv validiert
  • Qualität hängt von den Quellen und von Heuristiken ab
  • gepflegte Listen (z. B. Sektoren) sind Annahmen und brauchen Pflege
  • mehrere Systeme im Betrieb; Aufwand für ein kleines Team
  • viele Funktionen sind noch nicht an der Instanz abgenommen
Lagebild · Plattform und Konzept

Offene Punkte und Ausblick

  • Benachrichtigung nach Referenzprofil: Produkte eines Teilnehmers gegen den Graphen abgleichen
  • Hersteller-Advisories als eigene Quellenart (derzeit nur die Koordinatoren BSI und CISA)
  • E-Mail-Versand freigegebener Berichte über Zammad; Verteiler aus den Keycloak-Gruppen
  • Nutzungsordnung, Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Löschkonzept, ggf. Datenschutz-Folgenabschätzung
  • Sicherheitsbewertung und Abnahme an der Instanz vor jeder produktiven Nutzung
  • Erweiterung der Quellen und weitere Prüfung der Nutzungsbedingungen
  • Dossiers: Qualität, Dauer und Speicherbedarf mit dem kleinen Modell an der Instanz messen; mehr als der Anfang der Volltexte berücksichtigen

Quelle: Konzept Abschnitt 16 · CHANGELOG

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Fragen und Diskussion

Konzept und Quelltext: Repository auf openCode

Lagebild · Plattform und Konzept

Anhang: Begriffe

Begriff Bedeutung
TLP Traffic Light Protocol: Stufen für die Weitergabe von Informationen (CLEAR, GREEN, AMBER, RED)
STIX Standard für den Austausch von Cyber-Threat-Intelligence (Objekte und Beziehungen)
CVE, CVSS Kennung einer Schwachstelle; Schweregrad von 0 bis 10
EPSS geschätzte Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen
Dossier eigenes Objekt (Notiz) in der Sammlung eines Sachverhalts: KI-gestützte Zusammenfassung mit Umschreibung der Schwachstelle, Gemeinsamem der Berichte und Besonderheiten einzelner Berichte (ADR 028, 029)
KEV Katalog der CISA über bekannte, aktiv ausgenutzte Schwachstellen
EUVD Schwachstellendatenbank der ENISA
CSAF maschinenlesbares Format für Sicherheitshinweise
Marking Kennzeichnung eines Objekts (z. B. TLP), steuert den Zugriff in OpenCTI
ADR dokumentierte Architekturentscheidung (Kontext, Entscheidung, Folgen)
Lagebild · Plattform und Konzept

Anhang: Verweise

Thema Verweis im Repository
Konzept docs/konzept.md
Identität, Middleware, Zugriff ADR 002, 004, 014, 015
Kontolöschung, Plattformbericht ADR 017, 025
Quellen, Aufnahme ADR 018, 021, 022, 024
Graph, Sachverhalte, Beobachtungen, Dossiers ADR 019, 020, 023, 026, 028, 029
KI ADR 006, 008, 016, 028, 029
Betrieb ADR 001, 013 · docs/betrieb/

Die Folien liegen im Repository (docs/vortrag) und werden mit der Entwicklung fortgeschrieben.

Lagebild · Plattform und Konzept

Begrüßung. Der Vortrag dauert rund 80 Minuten, danach Zeit für Fragen. Er richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus den CISO-Bereichen und den Lageorganisationen der Länder und steht darüber hinaus Nutzerinnen und Nutzern der Plattform zur Verfügung. Er stellt das Konzept in den Vordergrund und zeigt die Entscheidungen, die dahinterstehen, jeweils mit einem Beispiel.

Die Reihenfolge folgt dem Weg der Information: von der Aufgabe über die Systeme zur Aufnahme, Anreicherung und Darstellung, danach die Steuerung der Abläufe, der Zugriff und der Betrieb. Teil 3 und Teil 7 haben das größte Gewicht, weil sich dort die wesentlichen Entscheidungen zeigen. Zur Entstehung: Der Foliensatz wurde mit KI erzeugt, mit dem Modell Claude Sonnet 5.5 von Anthropic im Werkzeug Claude Code. Das Modell hat die Folien aus den Dokumenten, der Konfiguration und dem Quelltext des Repositories erstellt; Zahlen werden beim Bau aus dem Repository gelesen. Die Folien sind ein Entwurf und vor einer Verwendung inhaltlich zu prüfen.

Diese Einordnung gehört an den Anfang. Der Demonstrator ist erstellt worden, um Konzepte zu erproben und um Vergaben vorzubereiten. Quelltext und Dokumentation sind aus Effizienzgründen mit KI-Unterstützung entstanden; die Sicherheitsprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Mit der KI-Nutzung im Betrieb hat das nichts zu tun, sie ist ein eigenes Thema im Kapitel Berichte. Der Demonstrator ist nicht für den produktiven Betrieb vorgesehen. Offene Punkte und der Stand der Prüfung stehen im Konzept; am Ende des Vortrags fasse ich sie zusammen. Aussagen in diesem Vortrag beschreiben das Konzept und den Stand des Repositories, nicht einen Betrieb mit echten Teilnehmerdaten.

Teil 1. Kurz halten: Die Einordnung wurde bereits gegeben, hier geht es um Aufgabe, Rollen und die zwei Lagebilder.

Die Aufgabe hat zwei Seiten. Zum einen liegt viel öffentliche Information vor, die sich nur mit Aufwand überblicken lässt: 34 aktive Feeds zählt die Plattform. Zum anderen gibt es vertrauliche Informationen der Teilnehmenden, die nur in definierten Kreisen weitergegeben werden dürfen. Die Plattform soll beides in einer Umgebung verbinden, ohne die Vertraulichkeitsstufen zu vermischen. Als Nichtziel ist im Konzept festgehalten: keine vollautomatische Lagebewertung ohne menschliche Prüfung.

Die Rollen kommen aus Keycloak und gelten in allen Systemen. Wer sich registriert, sieht das Allgemeine Lagebild IT. Alles darüber hinaus gibt es nur auf Antrag und nach Prüfung; der Antrag läuft als Ticket in Zammad, dazu später mehr. Das Plattformmanagement hat bewusst keinen Zugriff auf Fachinhalte, sondern verwaltet nur Konten.

Das Allgemeine Lagebild gibt wieder, was öffentlich bekannt ist. Es wird nicht redaktionell geprüft und gibt die Aussagen der Quellen wieder, keine eigene Bewertung. Das Lagebild Schleswig-Holstein ist der geschützte Raum der Mitglieder. Es baut auf dem ersten auf und ergänzt Bewertungen der Lagezentrale und Meldungen der Teilnehmenden, die so aufbereitet sind, dass die meldende Stelle nicht erkennbar ist.

Teil 2. Zuerst die Architektur auf einer Folie, danach die einzelnen Systeme.

Einleitende Folie zur Architektur. Zu den Weboberflächen führt der Zugang von außen über Traefik, den Reverse Proxy mit TLS; die Mail-Ports gehören zu Mailcow. Dahinter liegen vier Fachsysteme: die Infoseite mit dem Mitgliederbereich, OpenCTI als Wissensgraph, Zammad als Ticketsystem und Keycloak für Anmeldung und Rollen. Die Systeme sind nicht direkt miteinander gekoppelt, sondern über eine kleine Middleware, die die offiziellen Schnittstellen nutzt (ADR 004). Öffentliche Quellen werden von OpenCTI als Feeds abgerufen und von der Middleware ergänzt (KEV, EUVD, NVD, EPSS, CSAF). Mailcow nimmt Meldungen verschlüsselt entgegen. Der gesamte Stack ist als Konfiguration im Git-Repository beschrieben und wird von einem Reconciler angewendet. Optional gibt es ein selbst betriebenes Sprachmodell und zusätzliche Connectoren; beide sind in der Grafik nicht dargestellt, weil sie standardmäßig nicht aktiv sind. Mailcow läuft als eigenes Compose-Projekt.

Keycloak ist die zentrale Stelle für Identitäten. Die Rollenlogik wird einmal definiert und per Token in die Fachsysteme übernommen, damit keine Doppelpflege entsteht. Die Struktur, also welche Rollen und Gruppen es gibt, steht im Repository. Wer welche Rolle hat, wird im Betrieb vergeben, zum Beispiel beim Beitritt.

OpenCTI ist das Fachsystem für das Lagebild. Der entscheidende Punkt ist das Datenmodell: Es ist ein Graph aus Objekten und Beziehungen. Dazu gehe ich in Teil 3 ausführlich ein. Für die Vertraulichkeit nutzt OpenCTI Markings. Eine Gruppe sieht ein Objekt nur, wenn sie alle seine Markings erlaubt hat. Das haben wir mit Testkonten an der Instanz geprüft (ADR 015).

Zammad wird hier weniger als klassisches Helpdesk genutzt, sondern als Steuerung: Ein Ticket beschreibt einen Vorgang, ein Zustand ist eine Entscheidung, und der Zustandswechsel löst über einen Webhook die Ausführung durch die Middleware aus. Das hat einen praktischen Grund: Die Entscheidungen werden von Personen mit den passenden Rechten getroffen, bleiben nachvollziehbar und brauchen kein weiteres Werkzeug. Details in Teil 7.

Die Middleware ist keine Option, sondern trägt die Integration. Sie ist bewusst klein gehalten und nutzt nur offizielle Schnittstellen, damit die Systeme austauschbar bleiben (ADR 004). Der Preis ist eine weitere Komponente im Betrieb; sie ist deshalb in Überwachung und Restore-Test einbezogen.

Die Bausteine sind überwiegend Standardkomponenten. Optional sind das Sprachmodell und die Connectoren; beide sind standardmäßig aus, die Plattform arbeitet ohne sie vollständig (ADR 006). Die Connectoren sind bewusst offizielle Bausteine und keine Eigenentwicklung (ADR 018). Der Pilot läuft auf einem Server bei einem Cloud-Anbieter, ein Hochverfügbarkeits-Setup gibt es nicht.

Teil 3, der erste Schwerpunkt. Zeit einplanen für die Grafiken und die Screenshots.

Der graphenorientierte Ansatz ist die zentrale Entscheidung bei der Wahl von OpenCTI. Ein Bericht als Dokument beantwortet, was eine Stelle geschrieben hat. Ein Graph hält fest, welche Dinge es gibt und wie sie zusammenhängen: Eine Schwachstelle ist ein Objekt, das von mehreren Berichten genannt wird, zu Produkten gehört und von Stellen beobachtet wird. Der Vorteil ist, dass Zusammenhänge nicht bei jeder Frage neu aus Texten gelesen werden müssen, sondern abgefragt werden können, und dass jede Aussage ihre Herkunft behält.

Das Modell kommt aus dem Standard STIX 2.1 und ist kein Sondermodell von OpenCTI. Entscheidend ist, dass die Kante ein eigenes Objekt ist: Sie hat eine Kennung, einen Urheber, eine Konfidenz und Zeitangaben. In einem Dokumentenmodell wäre das ein Satz im Text. Hier ist es eine Aussage, die man zählen, filtern und belegen kann. Der Beziehungstyp related-to ist zwischen allen Objekttypen erlaubt. Andere Typen wie uses oder targets sind nur zwischen bestimmten Typen zulässig. Das ist der Grund, warum die Plattform für Hersteller und Sektoren related-to nutzt.

Zwei Quellen, die dasselbe Produkt unterschiedlich bewerten, stehen als zwei Aussagen nebeneinander. Sie werden nicht zusammengelegt. Die Zahl der bestätigenden Stellen ergibt sich daraus, dass man die Urheber der Aussagen zählt. Das Sighting ist die passende Form für Beobachtungen: Es gehört nicht zur Schwachstelle, sondern zur Stelle, die sie gesehen hat. Deshalb bleibt die Schwachstelle unverändert, und die Frage, wer die Ausnutzung bestätigt, lässt sich durch Zählen beantworten. Die Kennung CVE-2026-1001 ist ein Beispiel und keine reale Schwachstelle.

Die Plattform nutzt das Standardmodell von OpenCTI und erfindet keine eigenen Objekttypen. Neu ist die Verwendung: Beobachtungen und Gruppierungen werden gezielt für Fragen eingesetzt, die sonst im Text stecken würden.

So war der Graph zu Beginn aufgebaut, sternförmig um den Bericht. Das ist die übliche Form, wenn Berichte aus Feeds importiert werden. Die Verknüpfung der Berichte mit den Objekten hat bereits geholfen; sie sagt aber nichts darüber, wie die Objekte untereinander zusammenhängen. Die Weiterentwicklung hat deshalb Beziehungen zwischen den Objekten selbst ergänzt (ADR 026), und zwar in drei Stufen: Beziehungen aufbauen, Aussagen aus Berichten ableiten, den Graphen auswerten.

Das ist das Zielbild für eine einzelne Schwachstelle. Der Bericht nennt sie. Zur Schwachstelle gehören Produkte, deren Hersteller wiederum Sektoren zugeordnet sind; die Zuordnung zu Sektoren ist abgeleitet und deshalb gestrichelt und im Graphen als abgeleitet gekennzeichnet. Rechts stehen die Stellen, die die Ausnutzung beobachtet haben: jeweils als Beobachtung mit Datum. Unten der Sachverhalt, der Berichte und Schwachstelle zusammenfasst. Die Darstellung ist ein Beispiel. Die Namen der Stellen sind Platzhalter für reale Beobachter.

Die Konfidenz ist ein Feld, das OpenCTI für jedes Objekt und jede Beziehung vorsieht. Wir nutzen es, um die Verlässlichkeit der Quelle abzubilden. Strukturdaten wie die Produktangaben im NVD haben eine höhere Konfidenz als Zuordnungen, die wir aus einer Liste ableiten. Abgeleitetes wird nicht versteckt, sondern gekennzeichnet. Das ist eine Entscheidung für Nachvollziehbarkeit: Wer eine Aussage sieht, soll erkennen, ob sie belegt oder angenommen ist.

Ein Label sagt nur, dass etwas gilt. Eine Beobachtung sagt, wer es wann festgestellt hat. Das ist für ein Lagebild die relevantere Information, denn die Zahl unabhängiger Stellen, die die Ausnutzung bestätigen, ist ein Hinweis auf die Verlässlichkeit. Bei der ENISA nennt die Datenbank kein Datum der Ausnutzung; die Beschreibung der Beobachtung sagt deshalb ausdrücklich, dass das Datum der Tag der ersten Sichtung ist. Erfunden wird nichts.

Zusammengeführt wird nichts: Jeder Bericht ist die Aussage einer Stelle zu einem Zeitpunkt. Der Sachverhalt bündelt sie und macht sichtbar, wie viele unabhängige Stellen berichten. Unabhängig heißt: verschiedene Herausgeber. Nachrichtenseiten geben meist die Meldung einer Behörde wieder und zählen deshalb nicht mit (ADR 023).

Screenshot aus einer Testinstanz mit Beispieldaten: ein Bericht, im Reiter Wissen die verknüpften Schwachstellen, Produkte, Hersteller und Sektoren. Zu zeigen: dass die Verknüpfungen nicht von Hand gepflegt, sondern aus dem Berichtstext und den Produktdaten erzeugt wurden.

Screenshot aus einer Testinstanz, Reiter Wissen einer Schwachstelle: oben die Zahl der Berichte, der Beobachtungen und der Beziehungen, darunter die Verteilung der Berichte nach Quellen und die Verteilung der Sichtungen. Die einzelnen Beobachtungen der Stellen und die betroffenen Produkte zeigt dieses Bild nicht; sie sind über die Programmierschnittstelle abrufbar. Noch nicht an der echten Instanz abgenommen ist, wie die Oberfläche die Beobachtungen im Einzelnen anzeigt.

Der Nutzen zeigt sich bei den Fragen, die sonst Handarbeit wären. Die Berichte nutzen die Beziehungen bereits: Die Abschnitte zu Herstellern und Sektoren im Tages- und Wochenbericht werden aus dem Graphen gezählt. Die Benachrichtigung nach Referenzprofil ist nicht umgesetzt; die Grundlage dafür, Produkte und ihre Schwachstellen, ist vorhanden.

Nicht jede Idee trägt. Vor dem Bau haben wir an den echten Feeds gemessen. Beziehungen zwischen Akteuren und Schwachstellen ließen sich aus Texten kaum belastbar ableiten, Indikatoren stehen in diesen Feeds selten, und die Kette über CWE und CAPEC zu ATT&CK ist zu unscharf. Die Beobachtungen aus den Berichten der Behörden dagegen tragen: In der Stichprobe lieferten 22 Prozent der Behördentexte eine Beobachtung, 16 von 18 geprüften Sätzen waren richtig. Das Vorgehen ist Teil der Methodik: erst messen, dann bauen, und die Messung im ADR festhalten.

Teil 4. Auf die Trennung von Aufnahme und Freigabe hinweisen.

Die Quellen stehen in einer Konfigurationsdatei im Repository, nicht in der Oberfläche. Jede Quelle hat einen Namen, die herausgebende Organisation, optional ein Herkunftsland und Merkmale wie Filter oder die Kennzeichnung als Medium. Das Quellenverzeichnis ist bewusst eine Liste ohne Bewertung. Die Plattform sagt, woher Informationen stammen und wie viele es sind, nicht, wie gut eine Quelle ist.

Wichtig ist die Trennung von Aufnahme und Freigabe: Was automatisch hereinkommt, ist öffentlich und trägt TLP:CLEAR. Eine Verteilung an Mitglieder löst erst eine Person aus. Neue Quellen werden vor dem Eintrag geprüft. Dabei zeigt sich auch, dass die Landschaft uneinheitlich ist: nicht jede Behörde bietet einen Feed an, manche Feeds sind fehlerhaft oder nicht abrufbar.

OpenCTI kann beim Feed-Import nicht filtern. Die Middleware liest den Quell-Feed, prüft jeden neuen Eintrag und stellt die Treffer als eigenen Feed bereit, den OpenCTI wie jeden anderen importiert. Dadurch gibt es keinen zweiten Weg in die Plattform. Ein Filter nach Schlagwörtern im Titel hätte Meldungen verpasst; die CVE-Kennung im Text war in der Messung das zuverlässigere Merkmal.

Das Ausmaß: In einer Messung ergab der Volltext etwa dreimal so viele Schwachstellen und sechsmal so viele Namen wie der Feed-Text allein. Dem steht ein Eingriff in fremde Server gegenüber, deshalb die engen Regeln. Der Abruf ist abschaltbar und je Quelle ausnehmbar.

Die Seite wird täglich aus der Konfiguration und den Zählern erzeugt, nicht von Hand geschrieben. Sie erklärt die Quellen, die Aufbereitung, die Anreicherung und den Einsatz von KI und kann deshalb nicht vom laufenden System abweichen. Zugriff nur für Mitglieder und Lagezentrale; daneben gibt es dieselben Angaben maschinenlesbar als JSON. Die Zahlen im Bild sind Beispieldaten.

Teil 5. Hier stehen die Messungen vor dem Bau im Mittelpunkt.

Der erste Schritt ist unspektakulär, aber die Grundlage: Aus dem Text wird ein Objekt. Alles Weitere hängt am Objekt Schwachstelle und nicht mehr am Bericht. Die Bewertungen kommen aus mehreren Quellen; welche gilt, wenn sie sich widersprechen, ist festgelegt. In einem Fall musste ein Fehler korrigiert werden: Vektoren der Version 3.0 wurden von OpenCTI abgelehnt und mussten umgeschrieben werden.

Die Rangfolge folgt der Verlässlichkeit: Die National Vulnerability Database ist am genauesten, die Angaben aus dem KEV-Katalog nur ein Notbehelf. Hersteller-Advisories im CSAF-Format kommen derzeit nur von den Koordinatoren BSI und CISA; Herstellerquellen selbst sind bewusst nicht aufgenommen, dafür wird eine eigene Lösung gesucht.

Die automatische Verknüpfung ist heuristisch. Deshalb steht die Fehlerquote vor dem Bau: Ohne Regeln war ein Drittel der Treffer falsch. Mit den Regeln war es ein Fehlalarm bei zehn Treffern, und dieser wurde in die Stoppliste aufgenommen. Fehlverknüpfungen lassen sich am Bericht entfernen; die Stoppliste liegt im Repository.

Hier greift das Messprinzip noch einmal: In der Stichprobe war ein gutes Fünftel der Behördentexte betroffen, und 16 von 18 geprüften Sätzen waren richtig. Die beiden Fehler waren Möglichkeits- und Bedingungssätze; sie sind in den Regeln berücksichtigt. Der Vorsprung gegenüber dem KEV-Katalog ist klein, denn fast alle genannten Schwachstellen standen schon dort. Der Gewinn liegt in den weiteren Beobachtern, also in der Frage, wie viele Stellen es bestätigen.

Das Beispiel ist ein erfundener Eintrag in der Form der Sicherheitshinweise des CERT-Bund. Die Schritte laufen nacheinander und sind unabhängig voneinander wiederholbar; fehlt eine Quelle, bleibt der Bericht ohne diesen Teil und wird später erneut bearbeitet. Wichtig ist die Rolle jedes Schritts: Er nutzt keine Schätzung des Textes, sondern ordnet Daten aus bekannten Quellen zu. Der Text selbst liefert nur die Kennung der Schwachstelle und, in Schritt 5, einen Satz als Beleg. Schritt 4 findet im Beispiel nichts; das ist der Normalfall und gewollt, weil Treffer aus kurzen Namen häufig falsch wären. Produkte entstehen asynchron in einer eigenen Schleife. Junge Berichte warten deshalb kurz auf die Produktdaten.

Links steht der Eintrag, wie er aus dem Feed kommt, rechts derselbe Bericht nach der Anreicherung. Der Originaltext wird nicht verändert. Der Block „Schwachstellen im Bericht“ ist als automatisch gekennzeichnet; so ist erkennbar, was von der Quelle stammt und was die Plattform ergänzt hat. Die Labels sind Suchmerkmale für Dashboards und Berichte: Wer alle kritischen Meldungen der letzten Tage sucht, braucht keinen Text zu lesen.

Hier ist das Ergebnis in der Form, in der es der Graph hält. Der Bericht hängt an der Schwachstelle, und an der Schwachstelle hängen Produkt, Hersteller und die Beobachtung der Stelle, die die Ausnutzung meldet. Jede dieser Verbindungen trägt Urheber und Konfidenz. Das Beispiel zeigt auch den Nutzen: Kommt eine zweite und dritte Meldung zur selben Schwachstelle, entsteht kein weiterer Knoten, sondern es kommen Berichte und Beobachtungen hinzu. Daraus ergibt sich die Zahl der bestätigenden Stellen ohne weiteren Aufwand.

Teil 6. Kurz, mit dem Beispielbericht.

Das Dossier erweitert die Sammlung um das, was sonst nur beim Lesen aller Berichte sichtbar wird: Was ist die Lücke, was sagen alle übereinstimmend, und was steht nur in einem Bericht. Der dritte Teil ist der Wert für die Lagezentrale, denn ein Hinweis auf Ausnutzung oder eine Umgehungsmaßnahme in nur einem Bericht geht sonst leicht unter. Das Dossier ist ein eigenes Objekt, eine Notiz. Eine Notiz zählt nicht als Bericht und verfälscht deshalb weder Berichtszahlen noch die Bildung der Sachverhalte. Sie bezieht sich auf dieselben Objekte wie der Sachverhalt und teilt sie dadurch mit ihm und mit den Berichten; so gilt sie in OpenCTI als korrelierter Container. Zusätzlich verbinden Kanten sie mit dem Sachverhalt und der Schwachstelle. Sie lässt sich einzeln finden, kennzeichnen und an Berichten und Schwachstellen unter Notizen sehen. Die Beschreibung des Sachverhalts verweist nur darauf. Ob die Oberfläche sie als korrelierten Container zeigt, ist an der Instanz noch zu prüfen. Die Berichte bleiben einzeln erhalten; das Dossier ersetzt sie nicht. Kanten und CVSS-Wert entstehen ohne KI aus festen Regeln. Weder ein Grouping noch eine Notiz hat in OpenCTI ein Scorefeld; der Wert steht deshalb im Text und als Label, am Dossier als erste Zeile.

Die Prüfung ist dieselbe Idee wie bei den Periodenberichten, aber anders zugeschnitten: Dort sind Zahlen verboten, hier sind sie erlaubt, wenn sie im Quelltext stehen, weil Versionen für die Leser wichtig sind. Was nicht belegt ist, wird verworfen. Die Prüfung ist heuristisch: Sie erkennt unbelegte Zahlen, Kennungen und Ausnutzung, nicht jede Falschaussage. Ob etwas von allen Berichten gesagt wird, kann sie nicht prüfen. Deshalb steht der Hinweis „nicht geprüft“ im Dossier und der Verweis auf die Berichte.

Das Bild zeigt den Inhalt der Notiz, den der Code der Plattform erzeugt: Überschrift mit Kennzeichnung, die drei Teile und die Angabe zur Grundlage. Der Text der drei Teile ist ein erfundenes Beispiel in der Form, die die Prüfung durchlässt. Er stammt nicht von einem Modell. Die Qualität mit dem vorgesehenen kleinen Modell ist an der Instanz noch nicht gemessen.

Der Bericht ist für Entscheider und Sicherheitsbeauftragte gedacht, die morgens einen kurzen Überblick brauchen. Er beginnt mit einer Einordnung, die sich allein auf die Sachverhalte stützt, also auf Schwachstellen, über die mehrere unabhängige Stellen berichten. Das Modell bekommt dafür nur diese Sachverhalte mit ihrem Dossier und nicht die Kennzahlen. Die Prüfung lässt in der Einschätzung nur CVE-Kennungen dieser Sachverhalte zu. Der Überblick zeigt zu jeder relevanten Lücke die Berichte. Weil das Dossier aus den Volltexten entstanden ist, umgeht der Bericht die Grenze der gekürzten Feed-Beschreibungen, ohne bei jedem Bericht Seiten abzurufen. Fehlt das Dossier (Schalter aus oder noch nicht erzeugt), steht nur der Faktenteil. Alle Zahlen, Tabellen und Listen entstehen weiter ohne KI aus den Daten.

Das Bild zeigt den Beginn eines Berichts: zuerst die kurze, gekennzeichnete Lageeinschätzung, danach der regelbasierte Satz „Auf einen Blick“ mit den Zahlen. Die Struktur kommt aus dem Code der Plattform, die Beispieldaten und der Text der Lageeinschätzung sind erfunden. Der Text stammt nicht von einem Modell.

Der Überblick zeigt eine relevante Lücke: das Dossier mit Umschreibung, übereinstimmend Dargestelltem und den Besonderheiten einzelner Berichte, dazu die Bestätigung der Ausnutzung und die verlinkten Berichte. Aufbau und Daten stammen aus dem Code der Plattform, der Text des Dossiers ist ein erfundenes Beispiel.

KI ist eine Erweiterung mit Human in the Loop. Die Überlegungen waren Halluzination und Datenabfluss: Das Modell läuft deshalb selbst betrieben, es bekommt nur die Fakten, und der Text wird mechanisch geprüft. Wenn das Modell etwas behauptet, was nicht in den Daten steht, wird der Abschnitt verworfen. Der Betrieb hängt am Speicher des Servers; das kleine Standardmodell liefert allgemeine Texte, ein besseres Modell braucht einen größeren Server.

Dieser Teil erklärt, wofür Zammad in der Plattform vor allem dient: nicht als Helpdesk, sondern als Steuerung. Es folgen die Prinzipien und vier Abläufe: Beitritt, Kontolöschung, Meldungen der Mitglieder und Berichte der Lagezentrale.

Das gemeinsame Muster aller Abläufe. Eine Person entscheidet, indem sie den Zustand setzt. Die Middleware führt aus, aber erst nach eigener Prüfung der Voraussetzungen. Das Ergebnis, auch ein Fehler, steht im Ticket. Das Ticket ist damit zugleich der Nachweis, wer was wann entschieden hat.

Wer sich registriert, sieht das Allgemeine Lagebild. Für das Lagebild Schleswig-Holstein stellt die Person einen Antrag; das Plattformmanagement prüft Organisation und Sektor. Mit der Genehmigung setzt die Middleware die Rolle und dokumentiert das im Ticket. Das war zuvor ein Mausklick in der Keycloak-Oberfläche ohne Nachweis; jetzt ist es ein Vorgang mit Beleg.

Die Löschung betraf vier Systeme und war reine Handarbeit. Ein Fehler, also nur in einem System zu löschen, hat Folgen: Der nächste Login legt das Konto neu an. Jetzt gibt es Vorschau, Vier-Augen-Prinzip und Protokoll. Das Keycloak-Konto bleibt bis zuletzt bestehen, damit ein Abbruch wiederholbar ist.

Die Meldung ist sensibel. Sie geht verschlüsselt ein, die Lagezentrale bekommt einen Hinweis ohne Inhalt, und die Aufbereitung geschieht im Ticket. Die Prüfung ist fail-closed: Im Zweifel wird nicht veröffentlicht. Die Anonymisierungsprüfung ist heuristisch, sie sucht Name der Stelle und E-Mail-Adressen. Indirekte Identifizierung durch Details des Vorfalls prüft allein die Lagezentrale.

Hier ist der Stand zu benennen. Meldungen und kuratierte Inhalte laufen über Zammad. Die Freigabe von Entwürfen wie dem Lagebericht erfolgt derzeit in OpenCTI mit zwei Handgriffen: TLP setzen und das Gate entfernen. Wird das Gate vergessen, bleibt der Bericht für Mitglieder unsichtbar, also auf der sicheren Seite. Der Versand per E-Mail an Verteiler ist im Konzept beschrieben und noch nicht vollständig umgesetzt; derzeit wird dafür nur eine interne Notiz angelegt. Ein automatischer Versand der Tages- und Wochenberichte ist zurückgestellt.

Screenshot aus einer Testinstanz mit Beispieldaten: ein Beitrittsantrag mit der Prüfhilfe der Middleware (Organisation, gewünschter Sektor, Verifizierungsstatus, Rollen) und dem Zustand. Zu zeigen: Die Entscheidung ist ein Zustandswechsel, das Protokoll steht im selben Ticket.

Screenshot aus einer Testinstanz mit Beispieldaten: ein Meldungsticket mit der Notiz „Beitrag“, dem TLP-Tag und den Zuständen. Der Text der Originalmeldung darf in der Darstellung nicht sichtbar sein.

Die Abwägung ist nüchtern: Das Ticketsystem ist vorhanden, kennt Rechte und Zustände und dokumentiert. Dafür wird ein Fachsystem Teil der Steuerungskette. Bei sicherheitskritischen Vorgängen wie der Kontolöschung wird ein zweites Augenpaar verlangt, bei der Freigabe von Meldungen im Pilot nicht; das ist vor einer Produktivsetzung neu zu bewerten (ADR 008).

Teil 8.

Die Vertraulichkeit hängt an den Markings der Objekte und den erlaubten Markings der Gruppen. Das Gate-Marking nutzt die OpenCTI-Regel, dass ein Objekt nur sichtbar ist, wenn alle seine Markings erlaubt sind: Was das Gate trägt, bleibt für Mitglieder unsichtbar. Eine Besonderheit, die an der Instanz aufgefallen ist: Berichte ohne jedes Marking sind für alle Konten sichtbar. Deshalb tragen alle Berichte der Plattform ein Marking.

Der Mitgliederbereich liegt im Bereich der Infoseite, der für alle Registrierten offen ist. Deshalb prüft die Infoseite die Rolle zusätzlich. Auf der Instanz wurde das mit einem Konto mit Rolle, einem Konto ohne Rolle und ohne Anmeldung geprüft.

Der Pilot arbeitet mit öffentlichen Daten und Testkonten. Vor dem Wechsel auf echte Teilnehmerdaten sind die genannten Punkte zu erledigen. Das ist im Konzept als Voraussetzung festgehalten.

Teil 9.

Der Server wird nicht von außen angesteuert, er holt sich seinen Soll-Zustand aus dem Repository. Dadurch ist jeder Zustand nachvollziehbar und die Umgebung neu aufsetzbar. Im Betrieb zeigt sich der Preis: Änderungen brauchen den Umweg über einen Merge Request.

Die Werte sind Ziele des Piloten. Ein Restore-Test gehört zur Abnahme; die Sicherungs- und Backupziele auf dem Server sind noch offene Punkte beim Betreiber.

Tests sichern die Regeln ab, die Messungen sichern die Annahmen. Beides ersetzt keine Abnahme an der Instanz; sie ist je Phase vorgesehen und für Teile noch offen.

Der Stand wird offen benannt, damit der Vortrag nicht mehr verspricht als geprüft ist. Das Änderungsprotokoll im Repository führt bei jeder Änderung auf, was an der Instanz noch zu sehen ist.

Teil 10.

Alle Entscheidungen sind im Repository als ADR festgehalten, mit Kontext, Entscheidung und Folgen. Die Folgen stehen bewusst dabei, damit die Abwägung erkennbar bleibt.

Eine Einordnung ohne Bewertung der Wirkung: Der Ansatz macht Aussagen nachprüfbar, er macht sie nicht richtiger. Wo wir ableiten, kennzeichnen wir es. Der Aufwand verlagert sich in die Pflege von Konfiguration, Listen und Quellen und in den Betrieb mehrerer Systeme.

Die Liste ist keine Zusage, sondern der Stand der offenen Punkte im Repository. Der automatische Versand der Tages- und Wochenberichte ist zurückgestellt, bis mehr Ressourcen für das Sprachmodell vorhanden sind.

Fragen. Hinweise für die Diskussion: Das Konzept, die Entscheidungen und die Betriebsanleitungen liegen im Repository; die Folien werden mit dem Repository fortgeschrieben. Rückfragen zur Plattform an die Support-Adresse der Infoseite.

Nachschlageseite; nicht vortragen.

Nachschlageseite; nicht vortragen.